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Ausstellung: Uwe Gegenmantel - Bilder zu Corona und Retrospektive

29. August bis 5. September 2021

Zur Vernissage am 29. August um 12 Uhr auf der Stadtgalerie im Hansesaal sind Sie herzlich eingeladen.

Begrüßung: Beigeordneter Horst Müller-Bass
Einführung: Prof. Dr. Schulze-Altcappenberg

Zu den Werken der Ausstellung

228 Menschen zwischen Trennscheiben, Öl auf Leinwand, 120 x 100cm

Auf schwarzem Grund stehen in Reih und Glied 228 menschliche Figuren, pro Reihe 19 Gestalten, in deren  Zwischenräumen sich jeweils eine Glasscheibe zwecks Aerosoleindämmung und Abstandseinhaltung befindet. Jede Figur unterscheidet sich nur minimal von der anderen, farblich habe ich sie systematisch abgestuft, sodass sich Farbskalen in allen Grundfarben ergeben, was dem Bild etwas symphonisches, musikalisches von dunklen zu hellen Tönen verleiht oder von Weitem auch den Anschein einer Bücherwand erzeugen kann, wie ein Betrachter anmerkte. Die Menschen mit all ihrem Wissen statisch aufgereiht, der Corona-Pandemie größtenteils physisch und psychisch ausgeliefert. Gleichzeitig strahlt das Bild durch seine Farbsymphonie Schönheit und Ruhe aus, aber auch das Gleichgeschaltetsein von uns Menschen in der Krise trotz aller kleinen individuellen Unterschiede. Auch hier spiegelt mein Kunstwerk die aktuelle Situation.

Porträt Lothar Wieler mit Zahlen, Hieroglyphen und Figuren, Graphit auf Leinwand, 180 x 145 cm

Die großformatige Zeichnung zeigt Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Sorgenvoll mit Stirnfalten blickt er aus dem Bild hinaus. Am oberen Bildrand zeichnete ich die Ziffern 1 bis 2021, also ca. 2900 Ziffern, die die täglich durch die Medien verbreiteten Zahlen zur Corona-Pandemie symbolisieren sollen. Das langwierige und auch meditative Zeichnen der einzelnen Ziffern steht für Wachsamkeit und unendliche Geduld eines jeden von uns in dieser Covid 19-Zeit. Im mittleren Bildbereich zeichnete ich "Hieroglyphen", eine Mischung aus imaginierten altgriechischen und chinesischen Schriftzeichen, die das Rätselhafte des Virus andeuten. Am unteren Bildrand befinden sich erneut Menschenfiguren in Reih und Glied stehend und sie scheinen auf Anweisungen und Ratschläge des Virologen zu warten. Somit hat das Bild Bezüge zur Situation der allgemeinen Bevölkerung und der Meinung von Virologen, die fast wöchentlich über neue Erkenntnisse, das Virus betreffend, berichten.

Lockdown, Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm

Motivation zu diesem Gemälde war,  eine menschenleere, abendliche Szene darzustellen, wie wir sie im Lockdown alle erleben. Ich malte am linken Bildrand die Ecke eines alten grauen Hauses mit einem Fenster, durch das das Vordere eines dunklen Raumes sichtbar wird. Am unteren Rand des Hauses liegt eine weiß leuchtende Neonröhre, die auf menschliche Anwesenheit und Zivilisation schließen läßt ebenso wie ein hinter dem Haus verborgener Scheinwerfer,  der einen Lichtkegel auf die Straße wirft, die am Haus vorbeiführt. Im Mittelgrund stehen dunkle, abstrakt gemalte Bäume, über die sich der schon nächtliche Himmel mit einigen Sternen wölbt. Am äußersten rechten Bildrand wirft eine Straßenlaterne fahles Licht auf einen asphaltierten Weg, auf dem niemand spazierengeht und der perspektivisch zum dunstigen Horizont führt. Das Bild demonstriert bedrückende Menschenleere, und es steht für mein Gefühl während des ersten Lockdowns.

Schattendasein der Kunst in Zeiten von Corona,  Öl auf Leinwand, 145 x 180 cm

Auf eine große Leinwand, die ich in einem Beige ergebenden Mischton aus Weiß, Schwarz, Umbra gebrannt, lichtem Oker und Orange grundierte, malte ich meinen durch einen Scheinwerfer auf die Bildoberfläche projizierten Schattenumriss mit Kopf, Oberkörper, Armen und in der rechten Hand haltenden Pinsel. Das Schattenhafte der so entstandenen überlebensgroßen Figur verdeutlicht zum einen die großenteils notwendige Einsamkeit des Malens und Bildkomponierens, zum anderen die sich durch Corona verschärfende isolationsähnliche Situation durch ausgefallene Ausstellungen und Malkurse und damit verbundene emotionale, zwischenmenschliche und finanziell existenzbedrohende Einbußen.

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