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"FESTE" - Maskentheater von Familie Flöz

FESTE
Maskentheater von Familie Flöz

Freitag, 27.01.2023, 20 Uhr
Einzelkarten 14 bis 23 € ab 02.08.2022

Gemeinsame Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg und Lessing Theater Wolfenbüttel.
Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

In einem herrschaftlichen Haus am Meer soll eine Hochzeit stattfinden. Hinten, im dunklen Betriebshof, wird geliefert, geputzt, geräumt, bewacht und entsorgt. In einer poetischen Melange aus bitterer Tragik und düsterem Slapstick, geben die liebenswerten Charaktere ihr Bestes, um die reibungslose Versorgung des prächtigen Hauses am Meer zu sichern. Dazu verurteilt, schwach zu bleiben, kämpfen sie um ihre Würde und den Respekt der Starken und Reichen. Aber plötzlich ist das Meer verschwunden und es bleibt nur eine Wüste aus Sand und Stein. Für einen Augenblick steht alles still. Doch die Musik spielt lauter, das Fest der Liebe soll weitergehen.

FESTE ist ein Märchen für Erwachsene ohne Worte. Eine tragikomische Geschichte über die Jagd nach dem individuellen Glück - hinter der sich jedoch noch mehr verbirgt: Gleich den Engeln von Paul Klee, bezeugen die Masken mit ihrer stillen Unbeweglichkeit den tosenden Wahnsinn des Fortschritts.

Familie Flöz
Familie Flöz macht Theater mit Mitteln, die „vor der Sprache“ liegen. Jeder Konflikt manifestiert sich zuerst im Körper. Der körperliche Konflikt ist der Ursprung jeder dramatischen Situation. Alle Stücke entstehen in einem kreativ-kollektiven Prozess, in dem alle Darsteller auch als Autoren der Figuren und Situationen wirken. In zahllosen Improvisationen umkreist die Truppe ihr selbstgewähltes Thema und sammelt dramatisches Material, bevor die stummen Masken ins Spiel kommen. Ähnlich wie ein Text, bringt eine Maske bereits nicht nur eine Form, sondern auch einen Inhalt mit. Der Prozess von der Entwicklung einer Maske, über die spielerische Erprobung, bis hin zur Symbiose Spieler/Maske ist im wahrsten Sinne des Wortes „maßgebend“ für das Resultat.

Das grundsätzliche Paradox von Masken, das lebendige Gesicht mit einer starren Form zu verhüllen, um damit lebendige Figuren zu schaffen, ist gerade auch der Reiz und die Herausforderung für den Spieler. Doch nicht nur für ihn. Lebendig wird die Maske erst in der Imagination des Zuschauers, der damit gewissermassen auch zum Schöpfer wird. Sensibel für die Reaktionen der Zuschauer, mit kritischem Blick auf die eigene Arbeit, erfahren alle Produktionen von Flöz im Spiel noch viele Veränderungen und entwickeln so ihre große Dichte und Intensität.

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