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Ein Rundgang durch die City

In der Innenstadt gibt es viel zu entdecken. Zwischen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomieangeboten liegt ganz viel Historisches. Blicken Sie doch einfach mal etwas genauer in die Straßenzüge und begeben Sie sich auf eine kleine Entdeckungstour. Hier finden Sie eine Auswahl an Sehenswürdigkeiten - geordnet von Nord nach Süd. Unseren Flyer mit weiteren Sehenswürdigkeiten finden Sie in der Rubrik Infobroschüren.

Kaiserliches Postamt

Heute ein Bürohaus, früher ein Postamt. Das Gebäude an der Cappenberger Straße 14 steht unter Denkmalschutz. Die neubarocke Bauform ist ein Sinnbild einer historisch geprägten, hoheitsvollen Selbstdarstellung. Früher versorgte das Postamt einen großen Bezirk mit den umgebenen Gemeinden. Es beschäftigte rund 50 Beamtinnen und Beamte und war zentrale Stelle für den Warenverkehr. 1973 endete hier der Betrieb.

Alte Stadtsparkasse

Die Alte Stadtsparkasse befindet sich an der Gabelung Cappenberger Straße/Graf-Adolf-Straße und stammt aus dem Jahr 1909. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und war der vierte Standort in Lünen nach der offiziellen Eröffnung im Jahr 1854.  Vor dem Gebäude steht ein steinernes Kriegerdenkmal. Es ist ein Ehrenmahnmal für die im Jahr 1871 gefallenen Lüner Soldaten im Krieg gegen Frankreich und trägt die Namen der 9 Soldaten.

Stolpersteine

Wussten Sie, dass die Stolpersteine zum weltweit größten dezentralen Mahnmal gehören? Die Denkmäler an der Cappenstraße 7 sind Bestandteil des gleichnamigen Projekts des Künstlers Gunter Demnig. in mehr als 1100 deutschen Städten und in 20 europäischen Staaten wurden Stolpersteine verlegt. Diese sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die Gedenktafeln sind in den Boden vor den einstigen Wohnsitzen der Opfer eingelassen. Um die Tafeln lesen zu können, muss man tief blicken. Dies ist eine gewollt symbolische Geste - eine Verbeugung vor den Opfern. In Lünen gibt es insgesamt 15 Stolpersteine.

St. Marienkirche

In diesem Gebäude steckt ganz viel Historie: Die St. Marienkirche ist eine neugotische Basilika. In ihr wird das älteste Mariengnadenbild des Bistums Münster aufbewahrt. Mit einem Kirchturm von 80 Meter Höhe ist sie noch dazu die größte Kirche in Lünen. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1896 und wurde nach den Plänen von Wilhelm Rincklake erbaut. Ein Mauerring mir kleinen Häusern diente der Bevölkerung im Mittelalter als Schutz im Verteidigungsfall. Teile der historischen Bruchsteinmauer sind noch heute zu erkennen. Sie umgeben den heutigen Kirchplatz. Zu finden ist die Kirche übrigens am nördlichen Lippeufer an der Erzbergerstraße.

Persiluhr

Bis zur Zerstörung 1942 war die Persiluhr ein beliebter Treffpunkt in Lünen. Sie wurde 1983 neu aufgestellt. Zur Eröffnung gab es ein großes Fest. Auch heute noch ist sie an "Identifikationsmerkmal" in der nördlichen Innenstadt, an dem man sich gerne trifft.

Ochsenzug

Ochsen in der Innenstadt: Die drei Bronzefiguren sind eine Erinnerung an den "Dänischen Ochsenweg". Für die Hansestadt Lünen war er ein bedeutender Handelsweg im Mittelalter. Die Tiere wurden von der Nordsee bis nach Köln getrieben. Der "Förderverein für Kunst und Kultur e.V." schenkte der Stadt 1991 die Skulpturen zu ihrem 650. Stadtjubiläum. Sie wurden vom Künstler Ernemann Sander erschaffen. Die Ochsen sind aber nicht nur Schmuckstück der nördlichen Innenstadt, sondern auch Hoch im Kurs bei Kindern - als Spielfiguren.

Tobiaspark

Grünanlage mit historischer Bedeutung: Der Tobiaspark wurde 1615 als Pest- und Fremdenfriedhof angelegt. Er liegt nahe der Engelstraße und war als Begräbnisstätte bis 1918 im Gebrauch und ist heute eine Parkanlage in der nördlichen Fußgängerzone. Im Jahr 2013 wurde der vordere Bereich des Parks zur Fußgängerzone hin neu gestaltet. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz mit modernen Sitzgelegenheiten.

Jüdisches Mahnmal

Ein Kunstwerk, das bewegt. Als Mahnmal erinnert es an drei während der Reichsprogromnacht 1938 in Lünen ermorderte jüdische Bürger. Die vierte Säule steht für einen Juden, der später an den Folgen der Misshandlungen verstarb. Das Mahnmal findet sich auf der südlichen Seite der Lippebrücke.

Willy-Brandt-Platz

Hoch hinaus geht es auf dem Willy-Brandt-Platz. Hier steht das Rathaus mit einer Höhe von 54 Meter. Eingeweiht wurde es am 5. Oktober 1960 vom damals amtierenden Berliner Bürgermeister Willy Brandt. Wer etwas genauer schaut sieht vier Bronzefiguren auf dem Platz. Sie sollen Kommunikation und Handel symbolieren - so wie es auf einem Markt üblich ist. Sie stammen vom Künstler Andrzej Irzykowski. Der Wochenmarkt findet hier bereits seit 1910 statt.

St.-Georg-Kirche

Die dreischiffige westfälische Hallenkirche ist das älteste steinerne Bauwerk in Lünen. Sie stammt aus dem Jahr 1366 und befand sich früher auf dem höchsten Punkt der Stadt. Heut befindet sich hier der Platz "Alter Markt". Der innen liegende spätgotische Flügelalter stammt aus dem Umkreis des Liesborner Meisters. Sehenswert ist die Wand- und Deckenmalerei.

 

Das "Alte Quartier"

Alte Fachwerkhäuser, kleine Gassen und ganz viel Charme: Das "Alte Quartier" lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Ein kurzer Blick in die Historie: In der Silberstraße lebten einst die Bürger, die vor den Toren der Stadt Landwirtschaft betrieben - die so genannten Ackerbürger. Der Roggenmarkt erinnert mit einer Brunnenfigur eines Müllers an die historische Funktion des Platzes. Dieser war früher Ort eines Getreidemarktes. Wer sehen will, wo einst die Stadtmauer war, geht in die Mauerstraße. Der Verlauf der früheren, gebogenen Festung ist hier gut zu erkennen. Die Reste der 1759 gebrochenen Mauer dienen einer Reihe von Fachwerkhäusern heute als Kellerwand.

Herz-Jesu-Kirche

Die Herz-Jesu-Kirche befindet in der südlichen Innenstadt. Noch heute verfügt sie über gut erhaltene und sehenswerte Chorfenster. Sie wurde 1904 nach den Plänen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig erbaut. Das Geläut ist das Größte in Lünen. Es besteht aus 4 Stahlglocken und hat ein Gewicht von 6835 Kilogramm.

Scharoun-Schule

Wussten Sie, dass das Gebäude zu einem der bekanntesten Schulgebäue der Welt zählt? Das ehemalige Mädchengymnasium ist der größte Gebäudeteil der heutigen Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Es steht unter Denkmalschutz. Der berühmte deutsche Architekt Hans Scharoun hat die Schule erbaut (1956-1962). Noch heute gilt es als bedeutendes architektonisches Werk. Warum? Die Schule war in seinen Augen keine reine Lehrstätte, sondern auch ein Lebens- und Bildungsraum. Ein Beispiel hierür sind die wabenförmigen Klassenwohnungen mit jeweils eigenem Garten. Sie finden das Gebäude an der Holtgrevenstraße.