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Schauspiel: Bin nebenan

Monologe für Zuhause von Ingrid Lausund

Wichtiger Hinweis:
Die Veranstaltung findet draußen statt! Durch die Scheiben des Landenlokals in der Marktstraße 2 a können Besucher*innen das Schauspiel mit Monologen von Ingrid Lasund erleben. Die Zuschauer*innen sitzen dabei zwischen Teppichgeschäft und Ladenlokal.

Vier ineinander verwebte Geschichten, drei Facetten einer Persönlichkeit. Alle suchen in ihrer Wohnung, im Feierabend, nach Gemütlichkeit, doch unter der Fassade des behaglichen, aufgeräumten Heims lauert das emotionale Chaos. Tragikomisch und liebevoll erzählt Ingrid Lausund von vereinsamten, verunsicherten Menschen: Sie könnten Nachbarn sein, kennen sich aber nicht. Sie müssen reden, geben intimste Geheimnisse preis. Weil sie sonst mit ihren Gedanken allein sind? Redend erfahren sie, dass sie noch am Leben sind. Hörend erfahren wir, dass sie uns gar nicht so fremd sind. Der Blick ins Wohnzimmer des Nachbarn wird zum Blick in die eigene Seele.

Die vermeintlich türkische Teekanne könnte für eine Frau, die sich um Kopf und Kragen redet, Bindeglied zu einer fremden Welt werden. Das Bett ist der einzige Rückzugsort für einen von der Außenwelt gebeutelten Menschen – nur im weichen wärmenden Bett kann er von seiner einzigen glücklichen Begegnung träumen. Die digitale Unterhaltungswelt verbunden mit Bier und Kotelett von der Tanke sind der Wunschtraum wahrer Männlichkeit für den idealen Gatten, wenn die Ehefrau endlich mal weg ist. Und fehlen darf in dieser Reihe natürlich nicht das Sofa, das zentrale Möbel der Entspannung, auf dem eine Frau nicht zur Ruhe kommt und mithilfe eines Globus Reisepläne ent- und verwirft.

„Ich habe die Inszenierung „Bin nebenan“ für Lünen ausgewählt, da es thematisch gut in die Corona-Zeit passt. Es handelt von Menschen, die in ihrem Zuhause sind und nichts mit sich anzufangen wissen. Trotz des schwierigen Themas mit dem sich das Stück beschäftigt, schafft es die Autorin die Monologe der vier einsamen Menschen leicht und witzig rüberzubringen, das war mir wichtig. Gespielt wird das Stück von hervorragenden Schauspieler*innen, die sonst an den großen Theatern in München spielen und im Fernsehen präsent sind. Außerdem möchte ich den Lünerinnen und Lünern mit der Auftaktveranstaltung der neuen Theater-Saison einen Teil meiner Biografie zeigen, denn ich selbst war in der Leitung dieses gastierenden Theaters, bevor ich nach Lünen kam und habe somit zur Entstehung von „Bin nebenan“ beigetragen. Besonders freue ich mich, dass wir Fördergelder des Bundes akquirieren konnten, sonst wäre es gar nicht möglich gewesen die Produktion „Bin nebenan“ einzuladen.“, so Barbara Kastner, Leiterin des Kulturbüros Lünen.

Ingrid Lausund, geboren 1965, ist eine vielfach ausgezeichnete Regisseurin sowie Theater- und Drehbuchautorin. Bekannt wurde sie mit ihren Stücken und Inszenierungen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg; unter dem Pseudonym Mizzi Meyer wurde sie für ihre Drehbücher zur Fernsehreihe Der Tatortreiniger 2012 und 2013 mit dem Grimme-Preis sowie 2019 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Eine Produktion von dasvinzenz. Eine Unternehmung des Inkunst e. V. dasvinzenz wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirksausschuss 09 Neuhausen-Nymphenburg. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur- und Kunstministerien der Länder.

mit Judith Bohlen, Marie Höhne, Judith Seibert, Bernadette Süthold, René Dumont, Thomas Huber
Regie: Eos Schopohl Bühne und Kostüme: Lucia Nussbächer Nina Strukamp
Dramaturgie: Barbara Kastner
Regieassistenz: Jeremias Meyer/ Joshua Wohlgemuth

Das Stück wird am 16. und 17. September um jeweils 20 Uhr durch die Scheiben des Ladenlokals in der Marktstraße 2a zu sehen sein. Die Eintrittskarten sind stark begrenzt. Die Sitzplätze sind überdacht, es ist trotzdem an wetterfeste Kleidung zu denken. Weitere Informationen und Eintrittskarten für 18 € /erm. 9 € zu den regulären Öffnungszeiten (Mo, Di, Do von 9 bis 13 und 14 bis 16 Uhr, Mi von 9 bis 13 Uhr und Fr von 9 bis 12:30 Uhr) beim Kulturbüro Lünen (Eingang Hansesaal), Kurt-Schumacher-Str. 41, 44532 Lünen; Telefon 02306 104-2299.

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