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IGA Metropole Ruhr 2027: Lünen präsentiert Siegerentwurf des internationalen Ingenieurwettbewerbs für Brückenbauwerke

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Zur Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) entsteht zwischen Lünen und Bergkamen ein 22 Kilometer langer Radweg. Vorhandene Radwege sollen ausgebaut und fehlende Lückenschlüsse im Radwegenetz ergänzt werden. In Lünen betrifft dies insbesondere die Überquerung der Lippe und der Kamener Straße. Dazu wurde ein internationaler Brückenwettbewerb veranstaltet. Eine 11-köpfige Jury aus Fach- und Sachpreisrichterinnen und -preisrichtern hat am Donnerstag, 19. August, über die besten Entwürfe und Konzeptionen abgestimmt. Mit großer Mehrheit hat sich die Jury für das Ingenieurbüro Marx Krontal Partner, Hannover, mit NU Architecture aus Paris als ersten Sieger ausgesprochen.

Aufgabe war es, je eine Rad- und Fußwegebrücke über Lippe und Kamener Straße zu entwerfen und zusätzlich ein Bauwerk südlich der Kamener Straße, um wieder auf Bodenniveau zu gelangen. Dabei wurde insbesondere auf Barrierefreiheit Wert gelegt. In der Jury saßen Vertreterinnen und Vertreter der Städte Lünen und Bergkamen, der IGA gGmbH, von Umweltverbänden, aus der Bürgerschaft und weitere Fachexpertinnen und -experten.

Arnold Reeker, Technischer Beigeordneter der Stadt Lünen, zum Juryentscheid: "Der Siegerentwurf ist sowohl von der Einbindung in die Landschaft als auch hinsichtlich der markanten Konstruktion sehr überzeugend. Die Entscheidung war vor dem Hintergrund der vielen hervorragenden Entwürfe nicht leicht, aber wir glauben, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben. Alle Bürgerinnen und Bürger werden künftig von den Bauwerken als Teil des IGA-Radweges profitieren. Insbesondere dann, wenn der Zukunftsgarten, den wir zur IGA gemeinsam mit unserer Nachbarstadt Bergkamen planen, fertig ist. Dann stehen die Brücken sinnbildlich auch für die Verbindung unserer beiden Städte."

Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH, erklärt: "Der IGA-Radweg ist ein bedeutender Beitrag zur Stärkung des Tourismus und zur klimafreundlichen Lenkung der Besucherströme während der IGA in Bergkamen und Lünen. Mit den markanten Brücken aus dem jetzt entschiedenen Wettbewerb wird der Radweg zusätzlich aufgewertet." 

Das vollständige Wettbewerbsergebnis ist im Internet veröffentlicht und kann in der nächsten Woche unter www.luenen.de/iga-2027 eingesehen werden. Neben dem 1. Preisträger Marx Krontal Partner sind Ruhrberg Ingenieurgemeinschaft, Hagen, sowie Schlaich Bergermann Partner Gmbh, Stuttgart, zum zweiten und dritten Preisträger erklärt worden. Im Anschluss an den Wettbewerb erfolgt das formelle Vergabeverfahren, in das alle drei Preisträger einbezogen werden. Erst nach diesem Verfahren wird eines dieser Ingenieurbüros beauftragt. Die Bauten sollen Ende 2025 fertig sein. Der IGA-Radweg wird auf Lüner Stadtgebiet vom Bundesumweltministerium mit 5,8 Millionen Euro gefördert.

"Landschaft in Bewegung" - Zukunftsgarten in Lünen und Bergkamen
Die IGA Metropole Ruhr 2027 wird die erste dezentrale Internationale Gartenausstellung. Hauptstandorte werden fünf sogenannte Zukunftsgärten sein. Organisiert wird die Gartenausstellung von der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH als Durchführungsgesellschaft, dem Regionalverband Ruhr als Regionalinstitution für die Metropole Ruhr sowie den Kommunen als Projektträger. Eine enge Kooperation besteht mit dem Land Nordrhein-Westfalen, Emschergenossenschaft/Lippeverband und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern. Labelgeber ist die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft mbH. Teil der Gesamtausstellung werden sogenannte Zukunftsgärten sein. Unter dem Motto "Landschaft in Bewegung" wird im nordöstlichen Ruhrgebiet einer von fünf Hauptstandorten der IGA Metropole Ruhr 2027 entwickelt. Die Besonderheit hierbei ist, dass er als interkommunaler Zukunftsstandort der Städte Bergkamen und Lünen entsteht.

Für die Entwicklung des Zukunftsgartens Bergkamen/Lünen wurde 2018 ein Rahmenkonzept erarbeitet, das als Kernbereiche die innenstadtnahe Brache der ehemaligen Zeche Victoria I/II in Lünen sowie die Haldenlandschaft am Datteln-Hamm-Kanal (Halden Haus Aden I + II) in Bergkamen identifiziert hat. Beide Bereiche sind bislang für die Öffentlichkeit gesperrt und aufgrund vielfältiger Zäsuren wie Bahngleise und Straßen, Datteln-Hamm-Kanal und Lippe nur schwer zugänglich, bergen aber ein hohes Erlebnispotential.

Die Realisierung des Zukunftsgartens soll den Wandel der Landschaft an Lippe und Kanal zu einem attraktiven und außergewöhnlichen Erholungs- und Erlebnisraum vorantreiben. Als thematische Klammer des Zukunftsgartens wurde das Thema "Bewegung" formuliert - und zwar im doppelten Sinne: Einerseits steht Bewegung für den begonnenen Transformationsprozess der Landschaft, der mit der IGA 2027 konsequent weitergeführt und erlebbar gemacht werden soll. Andererseits sollen die nach Beendigung des Bergbaus neu gewonnenen Potentiale zielgerichtet genutzt werden.
 
Dabei soll der Wert des Raumes für Naherholung sowie vor allem als touristisches Ziel durch die Entwicklung außergewöhnlicher neuer Nutzungen, Aktivitäts- und Erlebnisangebote dauerhaft gesteigert werden.

Für den Zukunftsgarten gab es ebenfalls einen Wettbewerb. Eine Jury hatte im März den Sieger bekanntgegeben getroffen. Das Ergebnis ist unter https://arcg.is/18CufS zu finden.

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Entwurfsbild der Brücke über die Lippe
(c) MARX KRONTAL PARTNER/NU Architecture; Entwurfsbild der Brücke über die Lippe
Entwurfsbild der Brücke über die Lippe, von der Kamener Straße aus gesehen
(c) MARX KRONTAL PARTNER/NU Architecture; Entwurfsbild der Brücke über die Lippe, von der Kamener Straße aus gesehen
Entwurfsbild der Brücke über die Lippe, Detailzeichnung im Querschnitt
(c) MARX KRONTAL PARTNER/NU Architecture; Entwurfsbild der Brücke über die Lippe, Detailzeichnung im Querschnitt