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Eindrücke vom 29.08.2021

Die von Frau Althoff geführte Radgruppe hatte sich mit immerhin 15 Teilnehmern (10 hatten witterungsbedingt aufgesteckt) zum Start bei 
Familie Feierabend in Lanstrop eingefunden. In wasserfestes Nylon gekleidet, die Maske im Gesicht, den Helm auf den Kopf, wurde die Gruppe mit heißem Kaffee von der Familie begrüßt. Man war am Abend zuvor erst aus England zurückgekehrt, wo die Besichtigung von u.a. Sissinghurst Castle auf dem Programm gestanden hatte.
Frau Feierabend hatte vor der Abreise alles vorbereitet und dekoriert, Herr Feierabend erzählte sehr anschaulich von den Schwierigkeiten, den großen Teich damals mit Baggern ausgehoben zu haben und dem Verlegen von 450kg Folienmaterial, die zum Auskleiden benötigt worden waren. Die Gastgeberin bekennt sich zur Natur und präsentierte den Spruch: das kleinste Beet ist eine Fuge! Der Garten ist naturnah mit eigener Hand gestaltet und ausgestattet worden.

Nach dem Durchfahren des Laga-Geländes wurde die Radgruppe bei Familie Budde in der Derfflinger Str. begrüßt. Eine Freundin der Familie hatte die Gitarre dabei, für den Nachmittag war ein Trommel-Workshop vorgesehen.
Unter Pavillon, Schirm und Vordach vor dem Regen geschützt konnten die Teilnehmer die Geschichte der Erschaffung dieses zauberhaften Gartens hören und die 5 Zwergseidenhühner bewundern, denen die Betriebsamkeit im Garten im Garten gar nichts ausmachte. Astrid Althoff verglich die gestaltenden Elemente beider Gärten und wies auch auf Schwierigkeiten in der Staudenkultur hin, die ein leichter Boden bereitet.

Schnell war man in Wethmar bei Familie Ashoff im I. Wittkamp. Die Eheleute hatten das Carport freigeräumt und so für einen trockenen Unterstand gesorgt, um von ihrer Liebe zu Tomate, Chili und Paprika zu erzählen und einzelne Sorten vorzustellen.
Herr Ashoff war ein sehr unterhaltsamer und versierter Gastgeber, der es verstand, mit Details, Düften und der Schilderung von Zubereitungsmöglichkeiten die Besucher zu fesseln. Frau Ashoff teilt die Freude am Hobby und so ergänzte sich das Paar in der Schilderung von Begebenheiten.

Nachdem der Regen langsam etwas weniger wurde, konnte hier und da mitgebrachter Proviant verzehrt werden und es kam etwas Hoffnung auf, die 2. Etappe trockener zu bewältigen.
Nach einem Zwischenstopp in der Westfaliastraße, wo die Teilnehmer auf die durch die IGA 2027 geplanten Maßnahmen für Lünen und Bergkamen hingewiesen wurden, ging es weiter zu Familie Göpfert in der Augustastraße wurde die Gruppe von den Gastgebern an der Terrasse in Empfang genommen. Auch Frau Göpfert, die wie die anderen Gastgeber ein bestehendes Objekt übernommen hatten und dem Garten ihr heutiges Aussehen verliehen haben, wusste interessant von dem alten Bestand und den Schwierigkeiten, etwas Neues zu gestalten, zu berichten. Hier standen die Stauden im Vordergrund, die sie in verschiedenen Rabatten zu unterschiedlichen, farblichen Bildern zusammengepflanzt hat. Immer wieder wurden Fragen gestellt, wie die Stauden heißen und wo man sie bekommen kann.

Bei Familie Herkert/Rottmann konnte ein Garten von 2 gelernten Gärtnern besichtigt werden. Ein echter Steingarten, der neben der richtigen Substratsituation und Lage eine schier unübersehbare Anzahl von Steingartenpflanzen enthält. 17 ausgewählte und erprobte Tomatensorten, die verarbeitet werden, Zitruspflanzen, die für Saft, Frucht und Orangeat benötigt werden.  Ein Walnussbaum, der den Pfingststurm „Ela“ vor 7 Jahren nur überlebt hat, weil die beiden Gärtner ihn halb herausgelöst wieder in die richtige Position gebracht und festgebunden haben, damit die Wurzeln wieder anwachsen konnten.

Entlang der Alstedder Straße ging es abschließend noch zu Frau Bößneck in der Allensteiner Straße. 33 gepflanzten Bäumen im Garten und mindestens 14 in Töpfen nebst einer sehr stattlichen Anzahl von Bonsaigewächsen. Frau Bößneck pflegt ihre Bäume seit über 30 Jahren und erfreut sich zu allen Jahreszeiten an schönem Blattwerk und attraktiven Rinden und Farben auch im Winter. Zu ihren Lieblingsgehölzen gehören die 3 Judasbäume, die im zeitigen Frühjahr aus dem Holz heraus  blühen, und sich dann herzförmiges Laub entwickelt.

Die Radgruppe war bis zum Schluss vollzählig geblieben und es Bestand im Anschluss noch bis 18 Uhr die Gelegenheit, einen der Gärten noch einmal privat aufzusuchen oder die Strecke bis Brambauer zu fahren, wo Familie Ruhnau ihren liebevoll angelegten Cottage-Garten zahlreichen Besuchern präsentierte. Frau Ruhnau begeisterte mit ihrer Pflanzenkenntniss und konnte einige Besucher sogar bei der eigenen Gartenplanung unterstützen und beraten. 
 
Die Stadt Lünen bedankt sich bei allen Gartenbesitzer:innen und Besucher:innen, die trotz des Wetters, diesen tollen Tag ermöglicht haben.

Tag der offenen Gartenpforte

Am Tag der „offenen Gartenpforte“ öffnen Gartenbesitzer:innen aus ganz Lünen ihren Garten für andere Bürger:innen und alle Interessierten, um in den Austausch mit anderen Gartenfreund:innen zu kommen. Dies ist die Gelegenheit, Ihre grünen Oasen zu präsentieren und gemeinsam Freude über Pflanzen und alles was sich sonst im Garten befindet, zu teilen. An diesem Tag steht das Gärtnern im Mittelpunkt!
In vielen Städten und Regionen finden deutschlandweit, überwiegend in den Sommermonaten, solche offenen Events statt.
Als Beitrag zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 plant die Stadt Lünen, ab diesem Jahr den "Tag der offenen Gartenpforte" wieder ins Leben zu rufen. Bisher hat die Aktion einmal im Jahr 2014 stattgefunden.

Sie möchten Ihren Garten für Interessierte öffnen?
Dann halten Sie sich gern Sonntag, den 29. August 2021, von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr frei. In dieser Zeit haben Besucher:innen die Möglichkeit die verschiedenen Gärten zu besichtigen. Für eine kostenlose Teilnahme melden Sie sich bei Hannah Wolf in der Abteilung Stadtgrün an (02306 104-1683).

Nach Eingang Ihrer Anmeldung wird Frau Wolf Kontakt für einen Besichtigungstermin mit Ihnen aufnehmen, um einen konkreten Ablauf zu besprechen. Gerne würden wir Fotos mit Ihnen abstimmen, die für eine begleitende Information und Pressearbeit zum Tag der offenen Gartenpforte 2021 verwendet werden können. Selbstverständlich kann dies im Vorfeld auch kontaktlos über E-Mail erfolgen. 

Welche Voraussetzungen gibt es für die Teilnahme?
Das Wesentliche ist die Freude am Gärtnern und am Austausch mit anderen Menschen!
Es ist nicht wichtig, wie der Garten gestaltet ist oder wer ihn erschaffen hat. Es spielt auch keine Rolle, ob er eher naturnah oder streng formal gehalten ist. Wichtig ist, dass Sie ihn gern einem offenen Publikum vorstellen möchten und Erfahrungen mit anderen Gartenliebhaber:innen austauschen wollen. Je bunter und abwechslungsreicher das Angebot der offenen Gärten ist, umso deutlicher wird, welche Möglichkeiten unterschiedliche Gestaltungen bieten. Rein pflanzlich gestaltete Gärten, Nutzgärten, Kleingärten, besondere Gestaltungselemente und Erholungsecken - die Palette ist vielfältig. Hier können sich auch gerne Anregungen für eigene Ideen geholt werden.

Sie interessierren sich für die offenen Gärten?
Wer keinen eigenen Garten besitzt und gerne nur andere Gärten besichtigen möchte, ist am Tag der offenen Gartenpforte herzlich eingeladen, vorbei zu schauen. Eine Teilnahme ist unabhängig davon, ob Sie selbst Ihren Garten öffnen. Möglichst viele Interessierte sollen von dem Austausch und dem Angebot der offenen Gärten profitieren. Im Vorfeld auf www.luenen.de über das Angebot berichtet, sodass Sie sich bereits informieren und überlegen können, welchen Garten oder welche Gärten Sie besuchen möchten. Vielleicht ist es ein Garten bei Ihnen in der Nachbarschaft, vielleicht unternehmen Sie aber auch eine Radtour mit verschiedenen Gärten auf der Route?

Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027
Im Jahr 2027 wird ein großes Gartenfestival gefeiert: Die Internationale Gartenausstellung macht Halt im Ruhrgebiet und Lünen ist gemeinsam mit Bergkamen einer von fünf Hauptausstellungsstandorten. Die IGA 2027 ist aber noch viel mehr: Ähnlich wie 2010 zur Kulturhauptstadt, als die ganze Region auf der A40 picknickte, oder sich an den gelben Ballons („Schachtzeichen“) traf, können alle Bürger:innen der Region Teil der IGA werden. Die Mitmach-Ebene „Mein Garten“ rückt lokale Vereine, Verbände, zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse und private Grün-Initiativen in den Fokus, die Ihre Ideen oder konkrete Umsetzungen, wie beispielsweise nachbarschaftliches Gärtnern, Biodiversitäts-Vorgärten und vieles mehr präsentieren möchten.
In der Vorbereitung auf die IGA 2027 möchte die Stadt Lünen daher ab diesem Jahr auch Privatleute mit Gärten ermutigen, diese an ausgewählten Tagen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Seien Sie bereits im Auftaktjahr dabei und bauen Sie eine jährliche „offene Gartenpforte“ in Lünen mit auf. Teilen Sie gemeinsam mit anderen interessierten Bürger:innen die  Entwicklung Ihres Gartens innerhalb der kommenden sieben Jahre. Sie sind  bereits jetzt herzlich eingeladen, 2027 mit uns das größte Gartenfestival der Welt zu feiern!
 

Hannah Wolf