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Artenschutz auf der Viktoriafläche

Bei der Viktoriabrache wird der Natur- und Artenschutz besonders beachtet. Die Stadt Lünen hat die Fläche mehrfach durch Fachleute in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden untersuchen lassen. Es wurden verschiedene artenschutzfachliche Gutachten und Untersuchungen, zu denen Kartierungen von Baumhöhlen und unterschiedlichen Tierartengruppen zählen, durchgeführt, um so die vorhandenen Arten bei den Planungen zu berücksichtigen und Maßnahmen zu deren Schutz frühzeitig ergreifen zu können. Dies ist zum Beispiel für Bodenbrüter der Fall:

Seit Jahren haben die regional seltene Heidelerche und der Baumpieper Teile der Brachfläche Viktoria als Brutplätze entdeckt und besiedelt. Die Heidelerche bevorzugt trockene, sonnige, vegetationsarme Flächen mit lockerem Baumbestand. Insbesondere im Osten der Viktoriafläche findet der kleine braune Bodenbrüter reichlich geeignete Bereiche und teilt sich den Lebensraum mit dem Baumpieper, der ähnliche Ansprüche hat. Weil es die natürlichen Lebensräume in der Landschaft nur noch selten gibt, weichen Baumpieper und Heidelerche gerne auf Industriebrachen als „Sekundärlebensräume“ aus. Um die Lebensräume der Bodenbrüter zu erhalten, wird unter anderem ein vier Hektar großer Bereich als Vorrangfläche für den Artenschutz gesichert (CEF-Maßnahme = vorgezogene Ausgleichsmaßnahme). Die Gehölze werden regelmäßig entfernt. Die Schutzzone darf von Menschen nicht betreten werden. Dadurch werden Lebensraum und Brutplätze für diese seltenen Vogelarten gesichert.

Für andere Tierarten, wie z.B. Fledermäuse, Waldkauz und Spechte werden Ersatzquartiere installiert und spezielle Habitatbäume ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Bäume, in denen sich durch natürliche Entwicklung verschiedene Arten von Lebensräumen wie Baumhöhlen bilden.

Caroline Gresch