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"Night of Light": Hilferuf der Eventbranche auch in Lünen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Mit einer Beleuchtungsaktion macht die Event- und Veranstaltungsbranche auf die schwere Krise aufmerksam, in der sie sich wegen Corona befindet. Die Aktion trägt den Titel "Night of Light". In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni, also von Montag auf Dienstag, wollen die Teilnehmer in ganz Deutschland bundesweit Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminieren. Auch Veranstaltungsfirmen aus Lünen machen mit und haben im Vorfeld der Aktion Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns um Unterstützung gebeten. Dieser äußerte Verständnis: "Der Veranstaltungswirtschaft hat die Corona-Krise mit den vielen Einschränkungen die Existenzgrundlagen entzogen. Das haben ja auch wir als Stadt zu spüren bekommen, beispielsweise beim Heinz-Hilpert-Theater." Auch die Lünsche Mess hatte die Stadt in dieser Woche absagen müssen.

Vor diesem Hintergrund bittet der Bürgermeister um Solidarität mit der Veranstaltungsbranche: "Es ist gut, dass die Akteure jetzt ein Zeichen setzen und auf sich aufmerksam machen. So erfahren viele Lünerinnen und Lüner, dass es hier ein Problem gibt. Direkte Hilfe ist vor dem Hintergrund der Regelungen, die meist auf Landes- und Bundesebene politisch diskutiert und beschlossen werden, nicht immer einfach. Aber wenn wir als Stadtverwaltung Hilfestellungen geben können, tun wir das."

Etwa 5000 Unternehmen in ganz Deutschland haben sich laut der Website www.night-of-light.de für die Aktion angemeldet. In Lünen kündigt beispielsweise Ingo Kaiser, Geschäftsführer der Firma Late Night Concepts, an, die ehemalige Westfalia-Kantine rot leuchten zu lassen. Manuel Breling, Inhaber des Dein-Event Veranstaltungsservice, plant, sein Firmengebäude zu beleuchten. Auch die Firmen LTS Eventtechnik und Gate to Hell aus Brambauer haben sich auf der Unterstützer-Karte auf der Website eingetragen.

Initiator der Aktion ist der Essener Geschäftsmann Tom Koperek. Er wählt in einer Pressemitteilung drastische Worte: "Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich."

In Lünen hatte bereits vom 21. bis zum 24. Mai ein Event-Unternehmen aus Bergkamen das Heinz-Hilpert-Theater erleuchtet, um auf die kritische Situation der Event-Branche hinzuweisen.

(c) Stadt Lünen; Leuchtete nicht nur in Rot, sondern in vielen Farben: Das Heinz-Hilpert-Theater im Mai während der Tage, an denen - ohne Corona - eigentlich die Frühjahrskirmes hätte stattfinden sollen.