Online Services

Das Entwicklungsleitbild

Die Stadt Lünen hat vom Landschaftsarchitekturbüro DTP – Davids, Terfrüchte und Partner aus Essen von November 2018 bis März 2019 ein Entwicklungsleitbild für die Gesamtfläche erarbeiten lassen. Dieses Leitbild bringt die wesentlichen Planungsvorhaben und -ideen für die Fläche sinnhaft zusammen. Das Büro DTP hat bereits 2015 die Machbarkeitsstudie durchgeführt.

In einer Präsentation sind die wesentlichen Bausteine des übergreifenden Leitbilds zusammengefasst. Das Entwicklungsleitbild ist die Gesprächsgrundlage für die weitere Konkretisierung der Planungen für Viktoria I/II.

Trotz der schwierigen Ausgangslage, sie sich unter anderem aus der Bodenbeschaffenheit und der noch nicht abgeschlossenen Planung für die Forensik ergibt, bietet die innenstadtnahe Konversionsfläche große Entwicklungspotenziale. Die Qualitäten der bestehenden Freifläche an der Lippe werden zum Träger der verschiedenen Entwicklungsbausteine. Es entsteht ein Landschaftspark, in dem die einzelnen Nutzungen eingebettet sind.

nach oben

Landschaftspark

Der neue Landschaftspark gliedert sich in einen modellierten Landschaftspark und eine post-industrielle Landschaft. Die modellierte Landschaft entsteht durch geschickte Aufschüttungen, die vielfältige Nutzungen ermöglichen und gleichzeitig der Sicherung der Altlasten dienen.

Die Qualitäten der bestehenden postindustriellen Landschaft an der Lippe werden erhalten und weiterentwickelt. Der Park bietet für die Bewohner und Bewohnerinnen des StadtGartenQuartiers einen großzügigen Erholungsraum sowie einen direkten Zugang zur Lippe. Durch die Verbindung nach Westen, unter der Bahnlinie hindurch, wird auch die Innenstadt mit dem Landschaftspark und dem angrenzenden Landschaftsraum verbunden. Am Flussufer soll ein „Lippebalkon“ als neuer Lern-, Informations-  und Aufenthaltsort am Wasser entstehen.

nach oben

Wohnen und Arbeiten am Viktoriapark

Am Viktoriaplatz findet das StadtGartenQuartier ein neues Gegenüber. Die arrondierende Bebauung, in der gewohnt und gearbeitet wird, schafft einen gestalteten Übergang zwischen Quartier und Landschaftspark. Kostengünstiges Eigentum und innovative Wohnformen schaffen ein zukunftsgerichtetes Wohnangebot. An dieser Stelle wird voraussichtlich auch der neue Stadtteiltreff integriert, in dem auch das Grubenwehrheim einen neuen Platz findet.

nach oben

Experimentierfelder

Südlich der neuen Bebauung am Viktoriaplatz befinden sich die Experimentierfelder. Diese können im Rahmen der IGA 2027 bespielt werden und setzen Impulse für die zukünftige Entwicklung der Fläche. Schwierige Baugrundverhältnisse machen eine klassische Bebauung schwierig.

Daher sollen diese Felder anders genutzt werden: von nachhaltigen, fliegenden Bauten, über Urban Gardening bis zu einmaligen Events ist vieles denkbar. Ziel ist, auszuloten, wie diese Fläche trotz schwieriger Bodenverhältnisse auch langfristig, über die IGA 2027 hinaus, genutzt werden kann. Ziel ist auch, innovative Lösungen zu entwickeln sowie Nutzungen zu fördern, die einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmung des Quartiers und des Viktoria Parks haben.

nach oben

Forensik

Das Entwicklungsleitbild sieht die forensische Klinik nicht auf dem vom Land favorisierten – direkt an die Siedlung angrenzenden RAG-Grundstück – vor, sondern zeigt einen verträglicheren Standort weiter südlich auf der RWE-Fläche, der sich besser in die bestehende städtebauliche Situation integriert.

Der Landschaftspark bettet die Forensik ein und wird auch innerhalb des umzäunten Bereichs fortgesetzt. Eine hochwertige Architektur und eine geschickte Gestaltung des Zaunes mindern die abweisende Wirkung der Anlage. Durch die Modellierung der Landschaft sowie die Wegeführung im Park rückt die Klinik trotz zentraler Lage in den Hintergrund.

nach oben

Halde Viktoria

Westlich der Forensik befindet sich die bestehende Halde, die durch eine neue Fuß- und Radwegbrücke mit dem südlichen Lippeufer verbunden wird. In Kombination mit einem Aussichtsturm und saisonaler Gastronomie bildet die Halde Viktoria einen wichtigen Ankerpunkt im IGA-Raum zwischen der Halde Viktoria und der Halde Großes Holz mit toller Aussicht über die Innenstadt von Lünen, über die Lippeaue und bis nach Bergkamen.

nach oben

Anbindung

Mit der neuen Lippequerung, der Bahnunterführung zur Innenstadt sowie einer neuen Verbindung zum Bahnhof, der Anbindung über die Zwolle Allee und verschiedenen Anschlüssen an das StadtGartenQuartier wird die Fläche in das städtischen Gefüge integriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der neue Landschaftspark ist somit gut erreichbar für die zukünftigen Nutzer und schließt gleichzeitig eine Lücke im städtischen Fuß- und Radwegenetz.

nach oben

IGA 2027

Hinter der Entwicklung der Viktoria-Brache steht die Schlüsselfrage der IGA 2027: „Wie wollen wir morgen leben?“. Der Umgang mit der Bergbaufolgelandschaft, das Erarbeiten von innovativen Nutzungsideen auf den Experimentierfeldern, das Angebot von Umwelterlebnisstationen und das Schaffen von neuen Wohnformen bilden wichtige Bausteine für die IGA 2027. Damit leistet die Entwicklung des alten Zechengeländes einen wichtigen Beitrag zur IGA. Gleichzeitig wird ein Standort mit schwierigen Startbedingungen fit für die Zukunft gemacht.

Es wird deutlich, dass die Entwicklung des Standorts Viktoria I/II eine komplexe Aufgabe ist, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfordert, um die vielen Fragen, Planungsebenen und Fachthemen strukturiert zu bearbeiten. Inhaltlich beschäftigt sich daher in der Lüner Stadtverwaltung die „Arbeitsgruppe Viktoria“ mit der Entwicklung der Fläche. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus dem Technischen Beigeordneten, der Abteilung Stadtplanung, dem Referat Stadtentwicklung, sowie der Abteilung Stadtgrün zusammen.

nach oben