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Corona-Krise: Stadt bereitet konkrete Hilfsangebote vor

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

„Die Corona-Pandemie hat für uns alle derart weitreichende Konsequenzen, dass wir uns stündlich mit neuen Fragestellungen und Regeln befassen müssen“, so Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns heute (24. März) in der Sitzung des Verwaltungsvorstands. Dieser befasste sich - ebenso wie der täglich zusammenkommende städtische Krisenstab SAE - mit möglichen Maßnahmen und Hilfeleistungen für Betroffene in der Lippestadt.

„Oberste Priorität hat für uns derzeit der Schutz der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger,“ so Kleine-Frauns: „Wir setzen die Regelungen des Bundes und des Landes mit Hochdruck um und kontrollieren die Einhaltung der Rechtsverordnung des Landes.“ In einer Telefonkonferenz zwischen dem Lüner Bürgermeister und dem Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange hatte dieser auch die personelle Unterstützung durch die Polizei bei Einsätzen im Stadtgebiet zugesagt.

Gleichwohl, so der Bürgermeister, gehe es zwar vorrangig um den Schutz der Gesundheit, aber auch um Existenzen. Es gelte, die Geschäfte und Unternehmen zu flankieren und damit auch die Beschäftigten - ebenso wie betroffene Familien, Vereine, Kulturschaffende und weitere Menschen, die durch die Corona-Krise auch finanzielle Einbußen erleiden. „Es ist schon jetzt absehbar, dass viele Existenzen auf der Kippe stehen oder gar konkret bedroht sind“, so Kleine-Frauns. „Wir tun als Stadtverwaltung unser Möglichstes - noch herrscht allerdings keine Klarheit, wie die Kommunen die vielen Herausforderungen finanziell meistern können und sollen.“

Am morgigen Mittwoch (25. März) tagen die Bürgermeister des Kreises Unna, um die Maßnahmen möglichst kreisweit aufeinander abzustimmen. „Alleingänge“, so der Bürgermeister, „sind jetzt keine Lösung. Wir müssen im Schulterschluss mit anderen Kommunen und dem Land handeln.“ In der Bürgermeister-Konferenz soll auch mögliche zeitweilige Steuererleichterungen für Unternehmer thematisiert werden.

Beschlossen hat der Verwaltungsvorstand heute auch, bis zum 1. Mai die Übernachtungsstelle und Tageseinrichtung für Wohnungslose als Wohnheim für Menschen ohne Obdach zu betreiben. Da der betreuende Verein „Dach über dem Kopf“ diese Maßnahme personell nicht unterstützen kann, wird städtisches Personal für die Aufsicht zur Verfügung gestellt.

Zudem reagiert die Stadtverwaltung auf die zahlreichen Hilfsangebote von Privatleuten, Vereinen und Verbänden. „Wir werden den Prozess im Rathaus organisieren und koordinieren, um Helferinnen und Helfer auf der einen, bedürftige Menschen auf der anderen Seite zusammenbringen,“ sagte Kleine-Frauns.

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