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Der kleine "Theater-Knigge"

oder die Kunst, sich nicht zu blamieren...

Immer dort wo Menschen zusammenkommen ist höflicher Umgang miteinander mehr als wichtig. Stil und Etikette, gutes Benehmen, angemessene Verhaltensregeln, Auftritt und Manieren sind auch in ihrem Heiz-Hilpert-Theater gerne gesehen.

Ein persisches Sprichwort lautet: "Höflichkeit ist ein Kapital, das den reicher macht, der es ausgibt." Und um nicht von dem einen ins andere Theater-Fettnäpfchen zu stolpern, haben wir an dieser Stelle unseren kleinen „Theater-Knigge“ mit nützlichen Hinweisen für ihren Theaterbesuch zusammengestellt:

Eine Kleiderordnung besteht im Theater grundsätzlich nicht. Es gilt: Jede/r soll sich wohl fühlen! Bei Premieren, Festakten oder klassischen Veranstaltungen wie Opern und Ballett machen sich die Theatergäste gerne besonders schick.

Pünktlichkeit. In der Regel gilt eine Ankunft im Theater rund 30 bis 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn als optimale Richtlinie. So bleibt Ihnen noch genug Zeit, um die Garderobe abzugeben, die Toilette aufzusuchen und eventuell ein Getränk zu sich zu nehmen.

Garderobe. Die Sitzreihen im Theater liegen relativ eng beieinander. Das Mitnehmen von Jacke, Mantel, Regenschirm oder gar Rucksack in den Saal engt sie selbst und die Sitznachbarn unnötig ein und gilt daher als unhöflich. Weiterhin sind brandschutzrelevante Belange zu berücksichtigen. Übrigens: In unserem Theater ist die Garderobengebühr bereits im Eintrittspreis enthalten. Garderobe abgebenist also eigentlich Pflicht!!!

Störungen vermeiden. Mit Beginn der Vorstellung werden die Türen durch unser geschultes Theaterpersonal geschlossen. Der Einlass in den Saal ist dann erst wieder zur Pause möglich.

Platz nehmen, bitte. Gäste, die einen Mittelplatz gebucht haben, sollten sich frühzeitig zu ihren Plätzen begeben, so brauchen die vorher erschienenen Gäste nicht aufzustehen. Randplatz-Gäste sollten sich entweder später zu ihren Plätzen begeben oder am Rand neben den Plätzen warten, bis die mittleren Plätze besetzt sind. In unserem Theater gibt es einen Gong, der die Besucher rechtzeitig darauf hinweist, sich zu den Plätzen zu begeben. Der Gong ertönt 15 Min., 5 Min. und 1 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Sollte es doch einmal zu Verspätungen kommen - keine Panik! In diesem Fall gilt: Freundlich um Durchlass bitten und vorsichtig durch die Reihe schieben. Dabei ist darauf zu achten, Ihr Gesicht an die Zuschauer zu richten.

Ruhe bitte! Während der Vorstellung sollte prinzipiell nicht geredet oder geraschelt werden, denn das stört die anderen Zuschauer und die Darsteller. Wegen der hervorragenden Akustik im Theater hört man auf der Bühne nämlich selbst die kleinsten Geräusche.

Gerüche. Als rücksichtvoller Theaterbesucher gilt es unangenehme Gerüche zu vermeiden.
 
Essen & Trinken ist im Theater verboten.Entstehende Gerüche und Geräusche stören womöglich ebenfalls andere Gäste und die Künstler in ihren Darbietungen.
 
Mobile- und Smartphones sollten spätestens auf dem Sitzplatz aus- oder in den Flugmodus geschaltet werden. Klar -  klingelnde Handys stören Darsteller und Besucher; aber auch stumm geschaltete Telefone stören durch den Lichtschein des Displays oder die Handbewegung beim Benutzen. In manchen Fällen kann sogar die Veranstaltungstechnik betroffen sein. Denn Handys können den empfindlichen Funkverkehr u.a. bei Tonübertragungen stören oder im schlimmsten Fall gänzlich unterbrechen.
 
Fotografieren und Filmen ist im Theater ebenfalls grundsätzlich verboten. Dies hängt unter anderem mit dem Urheberrecht zusammen. Weiterhin können sich andere Besucher dadurch schlichtweg belästigt fühlen.

Verhalten und Reaktionen. Applausist das Brot des Künstlers. Die Darsteller haben für Ihre Anstrengung immer auch ihren Applaus verdient. Er drückt die Anerkennung und das  Wohlgefallen gegenüber dem was auf der Bühne geleistet wurde aus. Eine ganz besondere Ehre für die Künstler sind sogenannte „Standing Ovations“, bei denen das Publikum stehend applaudiert. Unangebracht hingegen sind Buh-Rufe. Weiterhin gibt es auch Situationen in denen man nicht applaudiert. Bei manchen Stücken und Themen ist „Taktgefühl“ angebracht. Wenn etwas Komisches passiert, darf und sollte natürlich herzhaft gelacht werden.

Ende der Veranstaltung. Jeder schöne Abend geht einmal zu Ende. Hier sollte nicht gleich aus dem Saal gestürmt werden. Erweisen sie den Künstlern den gebührenden Respekt und warten sie bitte mindestens so lange, bis der letzte Darsteller die Bühne verlassen hat.

Krankheit muss nicht immer heißen, dass der lang ersehnte Theaterbesuch ins Wasser fällt. Aber machen sie sich bewusst, sie befinden sich mit vielen Menschen auf engstem Raum zusammen. Sollte von Ihnen eventuell eine mögliche Ansteckungsgefahr ausgehen, bleiben sie bitte zu Hause. Sie schützen so ihre Mitmenschen. Weiterhin beeinträchtig andauernder Husten, Röcheln oder Nase schnäuzen den Theatergenuss der übrigen Gäste.
 
Natürlich, auch Kinder sind gern gesehen Gäste im Theater und zweifelsohne die Zukunft unserer Gesellschaft. Kulturinteresse beginnt bekanntlich bereits in jungen Jahren. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Vorstellung auch für ihren Nachwuchs geeignet ist. Sowohl Inhalt als auch Dauer sollten zu ihren jüngsten passen. Nicht jedes Kind ist dafür gemacht die Theaterregeln zu beachten und für längere Zeit ruhig und aufmerksam zu bleiben. Um der anderen Zuschauer Willen sollte man fair sein und sich fragen, ob es manchmal nicht ratsamer wäre, wenn das Kind einen Abend bei den Großeltern oder mit einem Babysitter verbringt. Bei Unsicherheit empfehlen wir je nach Verhalten und Alter unsere Kinderserie oder die Reihe "Junges Hilpert Theater" zum Hineinschnuppern.

Und jetzt - viel Spaß im Theater!!!