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Bisherige Preisträger

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Kulturpreis 2016: Bernhard Weiß

Foto: Ruhr Nachrichten - G. Goldstein
Foto: Ruhr Nachrichten - G. Goldstein

Die Jury für die Verleihung des Kulturpreises hat nach sorgfältiger Beratung von Vorschlägen aus den letzten Jahren und der neu eingegangenen Vorschläge den Kulturpreis der Stadt Lünen 2016 dem Lüner Musiker Bernhard Weiß zuerkannt.

Aus der Begründung der Jury
Bernhard Weiß ist Musiker und Sänger der international erfolgreichen Hardrockband AXXIS. Er ist in Lünen aufgewachsen und absolvierte erfolgreich eine Lehre als Former auf der damaligen Eisenhütte Westfalia.Schon in diesen jungen Jahren war er mit diversen Rockformationen in Lünen eine, wenn auch zunächst lokale, Größe.

1989 kam mit der Platte „Kingdom of the night“ der nationale und internationale Durchbruch. Bis heute ist es das bestverkaufte Hardrockdebütalbum aller Zeiten in Deutschland. Über 100.000 Exemplare davon wurden verkauft. Unzählige weitere Alben und Auftritte auf den bedeutendsten Metal-Festivals der Welt folgten.

Die Band spielte erfolgreiche Tourneen in Europe, Amerika und Asien. Dabei hat Bernhard Weiß seine Wurzeln niemals vergessen. Obwohl sein Lebensmittelpunkt mittlerweile in Unna liegt, hat er immer noch eine Lüner Adresse und in den meisten Veröffentlichungen firmiert AXXIS als „Lüner Band“.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich insbesondere auch für den musikalischen Nachwuchs. Sei es in seinem Tonstudio in Bergkamen, als Dozent im JeKi-Projekt oder wie zuletzt beim Projekt der Bürgermeister-Harzer-Stiftung zum Stadtjubiläum 2016, als er gemeinsam mit SchülerInnen der Heinrich-Bußmann-Schule einen Lüner Song produziert hat.

Die Jury ehrt mit ihrem Entscheid Bernhard Weiß' künstlerischen Erfolg und sein Engagement für den musikalischen Nachwuchs der Stadt Lünen, der Stadt in der er aufgewachsen und der er immer noch verbunden ist.

 

Kulturpreis 2015: Andrzej Irzykowski

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Andrzej Irzykowski

Die Mitglieder der Jury wählten den über die Grenzen Lünens weit bekannten und geschätzten Künstler Andrzej Irzykowski am 13.08.2015 zum Preisträger 2015.

Andrzej Irzykowski wurde 1951 in Polen (Zoppot) geboren, absolvierte erst eine Steinmetzlehre und danach ein Studium der Bildhauerei in Danzig, begleitet von einem Studium der Kunsterziehung. Beides schloss er 1976 mit dem Diplom ab. 1979 erhielt Andrzej Irzykowski ein Bildhauerstipendium in Budapest. Seit 1980 lebt er in Deutschland.

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und im Ausland machten ihn und sein Werk bekannt, darunter auch Ausstellungen in unserer Partnerstadt Zwolle.

Seit vielen, vielen Jahren setzt Andrzej Irzykowski auch sein pädagogisches Talent ein, indem er  Schulprojekte realisiert, als Dozent an der VHS in verschiedenen Bereichen wie Malen, Zeichnen, Modellieren sein Wissen in Gruppen weiter gibt oder auch Privatunterricht in seinem Atelier in Lünen-Süd erteilt.

In das Kunstleben dieser Stadt wie z.B. bei den "Offenen Ateliers" bringt Andrzej Irzykowski sich auch immer wieder ein und bestimmt die Kunstlandschaft der Lippestadt wesentlich mit.

Seit gut 10 Jahren arbeitet Andrzej Irzykowski auch als Dozent am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum in den Bereichen Bildhauerei, Zeichnen, Maltechniken.

Zitat Anja Wucherpfennig aus dem Band "Andrzej Irzykowski - Plastiken und Bilder", das im Jahre 2000 erschienen ist:

"Im Zentrum seines Werkes steht der Mensch. Dabei steht nicht explizit die Abbildung des Menschen im Vordergrund, nicht seine Wiedererkennung sondern seine Aufmerksamkeit gilt der Idee vom Menschen. Deshalb verzichtet der Künstler - so Tanja Wucherpfennig - auf die Präzisierung von Details.

Andrzej Irzykowski arbeitet vorwiegend in Bronze, Eisenguss oder Naturstein.

Neben der Bildhauerei stehen gleichrangig seine malerischen Arbeiten. Zitat: "Gerade seine Rostarbeiten sind nahezu Zwitterwesen, sie schlagen eine Brücke zwischen Malerei und Plastik."

Viele Arbeiten entstehen aber auch klassisch auf Leinwand oder Papier. Wie bei den plastischen Arbeiten, bleibt Gegenständliches im Zentrum seines malerischen Werkes.

Werke in Lünen:

Die wandernden Gesellen Wittekindstr./Yorckstr. in Brambauer

Die Figurengruppe auf dem Willy-Brandt-Platz

Ich bring euch Brot bei Wolfgang Miehle in der Bahnstraße in Lünen-Süd

Granitkombination im Seepark Lünen

Die letzte Arbeit war die Büste von Hans Scharoun vor der Geschwister-Scholl Gesamtschule, die am 27.08.2014 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Den meisten bekannt aber dürfte er durch die Gestaltung der Skulptur „Lydia“ sein, die er für die Preisträger des Kinofestes in Lünen geschaffen hat und die den Namen Lünens in die Welt hinaus trägt.

In den ca. 35 Jahren, die er in Lünen wohnt hat er eine tiefe Beziehung zu seiner zweiten Heimat entwickelt, die dazu führt, dass er sich immer wieder gerne aktiv einbringt.

Jüngster Beispiel hierfür:

Als der Ausschuss für Kultur und Europaangelegenheiten eine Gedenktafel für die ermordeten Stadtverordneten der NS-Zeit beschloss und die Verwaltung an die Arbeit ging, hat es der Preisträger als seine Bürgerpflicht angesehen, sich aktiv einzubringen, ohne sofort nach dem Künstlerlohn zu fragen.

Andrzej Irzykowski lebt und arbeitet nach dem Motto der engagierten Künstlerin Käthe Kollwitz: "Eine Gabe ist eine Aufgabe!

 

Kulturpreis 2014: Joachim Simon

Der Kulturpreis der Stadt Lünen geht im Jahr 2014 an den langjährigen Leiter der Lüner Musikschule Joachim Simon. Das hat Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick im Beisein des Vorsitzenden der Jury für die Vergabe des Kulturpreises, Dr. Wingolf Lehnemann, heute 30.10.2014 bekannt gegeben.

Joachim Simon, der 1927 in Lünen geboren wurde und seitdem Lünen treu geblieben ist, wird für sein vielfältiges künstlerisches Schaffen im Bereich klassische Musik und auch Literatur ausgezeichnet. Der 86jährige Lüner hatte nach einem Musikstudium unterschiedliche Chöre und Orchester. Zudem war er in den 50er Jahren Kreischorleiter und Kantor in den Kirchengemeinden Johannes und Stephanus. 1965 gründete er das Kammerorchester Lünen. 1967 hob er dann die Lüner Musikschule mit aus der Taufe und leitete diese bis 1990. Neben der Musik hat sich Simon auch dem Schreiben gewidmet und sich als Musikkritiker und Autor einen Namen gemacht. 1997 wurde ihm für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.

In der Jurybegründung zur Preisvergabe an Joachim Simone heißt es "Joachim Simon hat die Entwicklung der klassischen Musik in Lünen in der Nachkriegszeit entscheidend geprägt. Neben seinen organisatorischen Aktivitäten, die bekannte Künstlerinnen und Künstler dieses Metiers nach Lünen brachten, war er selbst auch als Dirigent, Chorleiter und Kirchenmusiker verantwortlich für die Entwicklung und Pflege der anspruchsvollen Musik in Lünen. Nicht zuletzt ist auch die Gründung der städtischen Musikschule als Nachwuchsschmiede ein markanter Punkt im Leben Simons, der diese Einrichtung von 1967 bis 1990 leitete. Viele heute erfolgreiche Musiker gingen aus dieser Einrichtung hervor.

Mit dem von ihm 1964 gegründeten Kammerorchester Lünen wurden nicht nur die ortsansässigen Musiker vereint, sondern auch das musikalische Angebot in dieser Stadt erweitert.

 

Kulturpreis 2013: Uwe Gegenmantel

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Fotograf: René Schneider

Die Jury zur Verleihung des Kulturpreises der Stadt Lünen für das laufende Jahr 2013 ist nach intensiver Beratung, in der alle neu eingegangenen Vorschläge sowie Vorschläge aus früheren Jahren besprochen wurden, zu dem einhelligen Entschluß gelangt, den Lüner Maler Uwe Gegenmantel zum Kulturpreisträger 2013 vorzuschlagen.

Mit der Verleihung wird die künstlerische Leistung Gegenmantels und seine ausgedehnte Ausstellungstätigkeit, die er seit seiner Übersiedlung nach Lünen 1992 geleistet hat, gewürdigt.

Ein Blick in die Vita des Malers macht deutlich, daß er seine künstlerische Ausbildung an mehreren Hochschulen absolviert hat, womit eine breite Basis für seine eigene Tätigkeit geschaffen wurde.

Uwe Gegenmantel wurde 1950 in Perleberg geboren und studierte von 1969 bis 1974 in Berlin und Düsseldorf, wobei Graphik die bevorzugte künstlerische Technik war, und die er mit dem Abschluß als Graphik-Designer verließ. Es folgte an der Universität Münster das Studium der Kunst, der Didaktik der Kunst und der Germanistik von 1976 bis 1982. Zu der Zeit war er bereits durch Karikaturen in der Satirezeitschrift Pardon hervorgetreten und hatte auch erste Ausstellungen in Münster beschickt.

Uwe Gegenmantel sah nun sein vordringliches Ziel in der Weiterbildung der eigenen Fähigkeiten, und es folgte die Einarbeitung in die Porträtmalerei in Florenz, Münster und Berlin, ehe er nach einer abschließenden Ausstellung im Foyer der Universität Münster 1982 mit dem Thema „Großfigurige Menschendarstellung“ von der Hochschule Abschied nahm. Er beschickte seitdem weitere Ausstellungen, u. a. im Museum Mülheim und in Galerien in Bochum, Essen und Münster. Schließlich nahm er 1992 an der „Großen Kunstausstellung NRW“ in Düsseldorf teil, einem Forum, das jedem Künstler ein bedeutendes Renommee einbringt – schließlich standen Gegenmantels Bilder neben Arbeiten von Neo Rauch, Otto Piene, Kuno Gonschior oder Johannes Grützke, Namen, die jedem Freund moderner Kunst in Deutschland vertraut sind.

Im selben Jahr hatte Uwe Gegenmantel Lünen zu seinem Wohnsitz erwählt und lebt nunmehr seit über zwanzig Jahren hier. Er ist, sieht man seine auswärtigen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, damit zum Botschafter kulturellen Lebens in Lünen geworden, zumal er aktiv in der Lüner Kunstszene mitarbeitet. Von Lünen aus beteiligte er sich z. B. an Ausstellungen in Münster, Essen, Nordhorn und weiteren Städten und immer wieder in Lünen selbst. Auf Grund seiner Hochschulausbildung in Münster war sein Engagement in der Lehre selbstverständlich, sei es mit Gruppen oder sei es im Einzelunterricht. Gegenmantel führt an aktuelle Positionen der Kunst ebenso heran wie er als Mentor künstlerische Wege seiner Schülerinnen und Schüler unterstützend begleitet.

 

Kulturpreis 2012: Jutta Timpe

Kulturpreis 2012: Jutta Timpe
Die Jury für die Verleihung des Kulturpreises hat nach sorgfältiger Beratung von Vorschlägen aus den letzten Jahren und der neu eingegangenen Vorschläge den Kulturpreis der Stadt Lünen 2012 einstimmig der Kantorin Jutta Timpe zuerkannt. Begründung der Jury: "Die Kirchenmusik, die seit Jahrzehnten mit sehr viel Engagement in den Lüner Kirchengemeinden betrieben wird, ist, nach der Konzertmusik, vertreten durch die erste Preisträgerin Mirijam Contzen und der gehobenen Unterhaltungsmusik vertreten durch Max Raabe, die dritte Musiksparte, die durch außergewöhnliche Musikerpersönlichkeiten Ansehen und Bedeutung für das kulturelle Leben Lünens gewonnen hat. Dies wird durch die Verleihung des Kulturpreises 2012 in besonderer Weise gewürdigt. An der positiven Entwicklung hat Jutta Timpe einen gewichtigen Anteil, nicht zuletzt durch die Breite der Leistungen und Unermüdlichkeit des Einsatzes, mit dem sie den gesamten Bereich der Kirchenmusik für die unterschiedlichen Interessenkreise abdeckt. Mit der Verleihung wird der langjährige Einsatz der Preisträgerin für die Kirchenmusik in Lünen geehrt." Der Kulturpreis der Stadt Lünen wird einmal im Jahr vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.
 

Kulturpreis 2011: Manfred Kassner

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Der Kulturpreis der Stadt Lünen geht in diesem Jahr an den Lüner Maler und Diplom-Architekten Manfred Kassner. Das hat die Jury für die Vergabe des Kulturpreises am 24. November bekannt gegeben.

In der Begründung der achtköpfigen Jury, in der auch Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick vertreten war, heißt es:

"Die Jury hat mit ihrer Entscheidung die Entwicklung und das Gesamtwerk des Künstlers als eigenständige Leistung und sein Wirken in Einzel- und Gruppenausstellungen lokal, über Lünen hinaus und auch international, z.B. in den Lüner Partnerstädten, gewürdigt. Kassner hat sich damit als positiver Leistungsträger seiner Heimatstadt profiliert.

Die Jury empfand in der Entwicklung Kassners zudem die Umsetzung von Einflüssen der internationalen Kunstentwicklung unter Wahrung einer persönlichen konstanten Entwicklung selbständig überzeugend. Seine Arbeiten sind in einer sorgsam abgestimmten Formsprache gestaltet - ein disziplinierter Umgang mit Form und Farbe zeichnet sein Werk aus."

Der städtische Ausschuss für Kultur und Freizeit hat vor der Ratssitzung am 24.11.2011 den Juryentscheid einstimmig bestätigt.

Der Kulturpreis der Stadt Lünen wird einmal im Jahr vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

 

Kulturpreis 2010: Mike Wiedemann

Foto Mike Wiedemann mit Filmrolle

Die Stadt Lünen hat den vor sechs Jahren gestifteten Kulturpreis für das Jahr 2010 dem Regisseur Michael Wiedemann zugesprochen und am 19. Dezember in einer Feierstunde überreicht. Wiedemann leitet das "Kinofest Lünen", das seit 21 Jahren im Herbst veranstaltet wird und dem deutschen Film gewidmet ist, seit 2004. Das Filmfest verzeichnet von Jahr zu Jahr eine größere Akzeptanz weit über die Stadt Lünen hinaus auch bei Schauspielerinnen und Schauspielern. Wiedemann, der u. a. die Auswahl der während des viertägigen Festivals gezeigten Filme (2010 waren es mehr als 60) vornimmt und auch an dem umfangreichen Beiprogramm mitarbeitet, vertritt Lünen auf anderen Filmfestivals, z. B. in Berlin und Hof sowie auf den Partnerfestivals in Litauen und San Francisco. Wie die früheren Preisträger die Violinsolistin Mirjam Contzen, der Naturfotograf Klaus Nigge, der Sänger Max Raabe, der Bildhauer Reinhold Schröder und das Bildhauerehepaar Dieter und Catharina Wagner ist Wiedemann ein Botschafter Lünens.
 

Aus der Begründung der Jury:
"Herrn Wiedemann ist es gelungen, die bereits große Akzeptanz der Veranstaltung durch Weiterentwicklung der Rahmenveranstaltungen als auch der programmatischen Inhalte weiter auszubauen und den guten ruf in der Branche und beim Publikum zu steigern. Auf vielen Festivals präsentiert er Lünen erfolgreich als Filmfestival-Stadt. Namhafte Filmschaffende fanden durch ihn mit ihren Werken den Weg nach Lünen und bleiben der Stadt in Freundschaft verbunden.
Mike Wiedemann ist so kultureller Botschafter Lünens im In- und Ausland und hat das Lüner Kulturleben durch sein unermüdliches Engagement und die Umsetzung seiner Ideen in herausragendem Maße bereichert."

Der Preis ist dotiert mit einer Summe von 1.000,- €, die in diesem Jahr von einem nicht genannt werden wollenden Spender auf 2.000 ,- € aufgestockt wurde.

Außerdem erhält der Geehrte eine Glasskulptur des Glaskünstler Remigius Kriukas aus der litauischen Partnerstadt Lünen, Panevezy.

 

Kulturpreis 2009: Catharina und Dieter Wagner

Foto Catharina und Dieter Wagner

Einstimmig hat die Jury im August vorgeschlagen, Catharina und Dieter Wagner den Kulturpreis der Stadt Lünen im Jahr 2009 zu verleihen. Diese Wahl bestätigte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 8. Oktober 2009, so Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick bei der anschließenden Pressekonferenz.

Das Künstlerehepaar Wagner ist nach Mirjam Contzen 2005, Klaus Nigge 2006, Max Raabe 2007 und Reinhold Schröder 2008 fünfter Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen.

In der Begründung der Jury heißt es:
»Das Ehepaar Wagner arbeitet seit Jahren aktiv und erfolgreich sowohl mit Bildhauerarbeiten als auch mit Performances im gesamten Bundesgebiet. In der Region waren oder sind sie u. a. in Ahlen (Platzgestaltung), Dortmund, Hamm und Bochum sowie in Lünen u. a. bei der Landesgartenschau, am Hauptbahnhof, der Kunstaktion "Auge-Ohr-Lippe" und zuletzt in diesem Jahr bei den "Lüner Augenblicken" tätig.

Es gelingt ihnen, neue Wege der künstlerischen Gestaltung bekannt und auf eine sympathische Weise verständlich zu machen und in der Arbeit mit Kindern diese zu eigenschöpferischem Tun zu führen. Ihre Präsenz bei bedeutenden Aktionen gerade auch außerhalb Lünens macht sie zu Botschaftern der Stadt.«

 

Kulturpreis 2008: Reinhold Schröder

Foto Reinhold Schröder

Einstimmig hatte die Jury den 1932 in Lünen geborenen Bildhauer Reinhold Schröder zum Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2008 gewählt. Diese Wahl bestätigte der Kulturausschuss in seiner Sitzung am 4. September 2008, so Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick bei der anschließenden Pressekonferenz.

Reinhold Schröder ist nach Mirjam Contzen 2005, Klaus Nigge 2006 und Max Raabe 2007 der vierte Preisträger des Kulturpreises der Stadt Lünen. Zum ersten Mal ist damit ein bildender Künstler ausgewählt worden.

In der Begründung der Jury wird betont:

- Das künstlerische Werk Reinhold Schröders - Skulpturen in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen sowie im öffentlichen Raum, zum Beispiel bei Platzgestaltungen - zeichnet sich durch kraftvolle Darstellungen von religiösen und profanen Themen in überzeugender gegenwartsbezogener Formensprache aus.

- In Lünen sind Werke aus Schröders Hand in der Herz-Jesu-Kirche, in der Gottfriedkirche und im Marienhospital zu sehen, dazu hat er die Figuren auf dem Marktplatz Gahmen und das Windspiel vor dem Rathaus sowie den Figurenfries auf den Türen zum Ratssaal geschaffen.

Auch für die Neugestaltung des jüdischen Friedhofs an der Münsterstraße zeichnet er verantwortlich. Reinhold Schröders Skulpturen sind in vielen Städten zu besichtigen, so in Datteln, Dorsten, Dortmund, Essen, Fulda, Hamm, Hannover, Berlin, Bad Godesberg, Dinslaken, Limburg, Münster, Meschede und Recklinghausen sowie in Rom und London.

"Mit seinen Arbeiten erfüllt der Bildhauer also nicht nur die Voraussetzung künstlerischer Qualität für die Verleihung, sondern auch die Bedingung, der Preisträger solle eine für die Stadt Lünen bedeutsame oder wesentliche Wirkung der auszuzeichnenden Leistung erzielen", betont Juryvorsitzender Dr. Wingolf Lehnemann.

 

Kulturpreis 2007: Max Raabe

Max Raabe, im Smoking mit Mikorofon und betörendem Blick
Max Raabe, Träger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2007
Max Raabe erhält den Kulturpreis der Stadt Lünen 2007 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik.

Max Raabe ist in erheblichen Teilen mitverantwortlich, dass die deutschen Schlager der 20er und 30er Jahre zu einer Renaissance gekommen sind. Mit der Wiederbelebung des deutschen Vorkriegsschlagers begann seine fast beispiellose Karriere gemeinsam mit dem Palastorchester, welches er mitbegründete.

Dass die Mixtur aus Schlager, Rumba, Foxtrott und Tango in Kombination mit heiteren, ironischen und melancholischen Texten auch knapp 80 Jahre nach ihrem Bestehen immer noch frisch und mitreißend klingt, ist sein Verdienst. Dabei wiederholt er nicht nur das Repertoire jener Zeit, sonder fügt leichthändig immer wieder eigene heitere Episoden hinzu, die er dann mit komödiantisch zur Schau gestellter Ernsthaftigkeit vorstellt.

Dazu kommt die Tatsache, dass er seine Geburts- und Heimatstadt Lünen nie verleugnet hat. Immer wieder weist er auch in offiziellen Interviews darauf hin, dass er aus Lünen stammt und seine ersten musikalischen - vokalen Aktivitäten im hiesigen Kirchenchor lagen.

Heute löst er mit seinem Gesang und seiner staubtrockenen souveränen Art Begeisterungsstürme auf den Bühnen dieser Welt aus.
 

Kulturpreis 2006: Klaus Nigge

Klaus Nigge schaut im Wald hinter einem Baum hervor
Klaus Nigge, Träger des Kulturpreises der Stadt Lünen 2006

Klaus Nigge: Jahrgang 1956, geboren in Lünen. Studium der Biologie, Kunst und Philosophie, Diplom in Biologie. Fotografie seit 1984, 1991 Aufnahme in die GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen), 1992 - 1995 Präsident der GDT

Der Lüner Klaus Nigge zählt zu den erfolgreichsten Tierfotografen der heutigen Zeit. Seine fotografischen Arbeiten fanden und finden internationale Beachtung. Seine Arbeiten wurden bei zahlreichen internationalen Wettbewerben wie zum Beispiel "Wildlife Photographer of the Year Competition London", sowie "Gerald Durell Award" (Preis für gefährdete Tierarten) ausgezeichnet.

Als freiberuflicher Fotograf arbeitet Klaus Nigge für die international renommierten Zeitschriften "Geographic", "GEO Germany", "GEO Spain", "GEO Russia", "Terre Sauvage" (Frankreich) und "Arione" (Italien).

Seine Arbeiten zeigen große künstlerische Sensibilität in der Auswahl seiner Motive und Bildausschnitte, fotografische Kompetenz und biologisches Fachwissen. Klaus Nigge unternahm mehrjährig Reisen in die entlegensten Naturparadiese der Erde, um seine eindrucksvollen fotografischen Motive für seine Buchveröffentlichungen "Kamchatka" - Adler, Bären und Vulkane (1997), "Adlerleben" - Amerikanische Weißkopfseeadler (1999) und "Die Rückkehr des Königs" - Wisente in Polens Urwäldern (2004) zu finden.

Als Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) holte er das international beachtete "Natur- und Tierfotografenfestival" 1993 nach Lünen. Seitdem zählt das Festival jährlich zu den größten Kulturereignissen in unserer Stadt.

 

Kulturpreis 2005: Mirijam Contzen

Mirijam Contzen mit Geige
Trägerin des Kulturpreises der Stadt Lünen 2005: Mirijam Contzen

Die international gefeierte Geigerin entstammt einer anerkannten Lüner Unternehmer-Familie. Bereits im Alter von zwei Jahren erhielt sie an der Lüner Musikschule ihren ersten Geigenunterricht. Ihre rasche Entwicklung ließ einen Wunderkind-Nimbus erkennen. Trotz ihrer rapiden künstlerischen Entwicklung wuchs sie wie selbstverständlich in die musikalische Szene Lünens hinein. Bereits als Fünfjährige war sie eine geschätzte Solistin bei den Konzerten des Kammerorchesters Lünen.

Ihre künstlerische Entwicklung wirkte zwangsläufig schnell auch über die Grenzen Lünens hinaus.

Nach ihrer künstlerischen Ausbildung musizierte sie mit den prominentesten Orchestern zwischen Tokio und London, zwischen Paris, Wien und Salzburg. Sie ist immer wieder zu Gast bei international ausgerichteten Festivals und erfolgreiche Teilnehmerin an bedeutendsten Wettbewerben. Sie wurde mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft, gewann u. a. den Internationalen Rundfunkwettbewerb "Concertino Praga 1991" und erhielt 1997 den Kulturförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 2001 erhielt Mirijam Contzen den Deutschen Schallplattenpreis "Echo Klassik". Bei großen Festivals, u. a. Rheingau-Festival, Ludwigsburger Festspiele, Chamber-Music-Festival Athen, ist Mirijam Contzen regelmäßig Solistin.

Auch in Lünen ist sie immer wieder zu Gast. Im Jahr 2006 initiierte sie zusammen mit dem Verein PRO Lünen und Unterstützung des Kulturbüros Lünen die Kammerkonzerttage auf Schloss Cappenberg.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Leiter des Kulturbüros: Uwe Wortmann