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Flächenentwicklung Victoria I/II im StadtGartenQuartier

Südlich im StadtGartenQuartier befindet sich in direkter Nachbarschaft die Brachfläche des ehemaligen Zechenstandorts Victoria I/II.

Innenstadtnah und zur Lippe hin gelegen bietet die Fläche ein enormes Potential für das StadtGartenQuartier und dessen Bewohnerinnen und Bewohner, insbesondere aber auch für die Gesamtstadt. Als potentieller Freiraum bietet die Fläche Aufenthalts- und Erholungsmöglichkeiten. Hierfür müssen die bisherige Isolation der Fläche gelöst und ansprechende Zugänglichkeiten geschaffen werden. Insbesondere die Verbindungen und Brückenschläge zum Quartier – der Viktoriasiedlung – , zur Innenstadt und in die südlichen Freiräume Schwansbell und Seepark geben Impulse, um den Standort als Freizeitziel einzubetten.

Im bisherigen Entwicklungsprozess wurde stets deutlich, welche Bedeutung dieser Fläche von der Bevölkerung im StadtGartenQuartier beigemessen wird. Aus historischen Zusammenhängen ist eine klare Verbindung zwischen der Fläche und dem Quartier erkennbar. Viele Menschen fanden bereits vor Jahrzehnten im Zuge des Bergbaus hier ihre Heimat. Entsprechend groß ist das Interesse der Stadt Lünen an dieser Stelle wieder ein Angebot für die Menschen vor Ort zu schaffen.

Mit der Aufstellung des integrierten Handlungskonzeptes zum StadtGartenQuartier wurde die Zukunft der ehemaligen Fläche Victoria I/II bereits mitgedacht.

Langfristig ist im integrierten Handlungskonzept  ein Landschaftspark mit Aufenthalts-,  urbanen Spiel- und Sportbereichen für Jugendliche und andere Nutzer vorgesehen, um so die Bedarfe des Quartiers abzudecken.

Die Bergehalde soll für Spaziergänger und Wanderer zugänglich gemacht werden, um von oben den Blick über den Naturraum schweifen lassen zu können.

Die Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer sollen zum nördlich angrenzenden StadtGartenQuartier bzw. der Viktoriasiedlung sowie in West-Ost-Ausrichtung zur Innenstadt geschaffen werden. So entsteht ein quartiersnaher Freiraum zum Erholen, Spielen, Verweilen und Natur erleben. Insbesondere vor dem Hintergrund der wenigen Freiflächen in der nahegelegenen Siedlung, nimmt eine derartige Entwicklung eine besonders bedeutende Rolle ein.

Ein weiteres Ziel für die Quartiersentwicklung ist neben den Freiräumen und Grünflächen, die Etablierung einer pädagogischen Einrichtung für Jugendliche in Form einer multifunktionalen Bildungsstätte. Hier soll in Modulbauweise ein Ort entstehen, der Jugendliche in ihrer Berufsorientierung unterstützen kann. Gemeinsam mit einem Bildungsträger kann ein Nutzungskonzept erstellt werden, das z. B. die Betreuung in der Erprobung unterschiedlicher Handwerksberufe vorsieht.

Das StadtGartenQuartier und seine Bewohnerinnen und Bewohner werden langfristig von der Flächenentwicklung profitieren.   

Die angestrebten Ziele sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig, sodass zum jetzigen Zeitpunkt kein Zeitrahmen genannt werden kann. Eine Teilfinanzierung wird über die Städtebauförderung und durch die Teilnahme bei der Internationalen Gartenausstellung – IGA 2027 Metropole Ruhr angestrebt.

Die aktuellen Entwicklungsperspektiven, Informationen zum Bauleitplanverfahren und den Entwicklungen zum Forensikstandort sowie Details zur IGA 2027 erhalten Sie hier.

Rahmenplanung

Für die Fläche wurde eine Rahmenplanung erstellt, die zwei mögliche Szenarien abbildet.

Carolin Lüke

Vanessa Powierski