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Verkehrsberuhigung Kirchhof- und Augustastraße

Die Kirchhofstraße nimmt im StadtGartenQuartier eine besondere Rolle ein. Sie erschließt neben den Privatgrundstücken im Wesentlichen die Viktoriaschule, den evangelischen Friedhof sowie den Sozialbauhof. Von der Kirchhofstraße geht die Augustastraße ab, die den hinteren Bereich der Schule mit Turnhalle erschließt und zu der eine zweite, fußläufige Öffnung des Friedhofs vorgesehen ist. Darüber hinaus erschließt die Augustastraße im weiteren Verlauf den südlichen Siedlungsbereich des StadtGartenQuartiers.

 

Handlungsbedarf

Der bauliche und gestalterische Zustand der Kirchhofstraße weist erhebliche Mängel auf und wird einem sicheren Schulumfeld nicht gerecht. Zu den Hol- und Bringzeiten an der Grundschule ist die Verkehrssituation durch viele Pkw unübersichtlich, was zu einer Gefährdung der Grundschulkinder und weiterer Verkehrsteilnehmenden beiträgt.
 
In einer Analyse und ersten Bürgerbeteiligung wurden folgende Probleme erkannt:

  • Gehwegbereiche werden durch haltende Pkw zugeparkt, sodass insbesondere Schulkinder nicht gesehen werden
  • Unbefestigte Gehwegbereiche sind für mobilitätseingeschränkte Verkehrsteilnehmende, z. B. mit Rollatoren schlecht passierbar
  • Viele (Garagen)- Einfahrten birgen Gefahren durch Rückwärtsfahren
  • Hohes Pkw-Aufkommen zu den Hol- und Bringzeiten an der Viktoriaschule
  • kein attraktiver Straßenraum
  • Straßenschäden

Umbaumaßnahme

Der Handlungsbedarf wurde erkannt und im Rahmen der Entwicklung des StadtGartenQuartiers als Fördermaßnahme bewilligt. So konnte seit Frühjahr 2020 ein Planungsbüro Varianten zur Umgestaltung ausarbeiten.
Hierbei sind verschiedene Prozesse eingeflossen. Es fand eine Verkehrszählung mit Berücksichtigung des Parkbedarfs am Tag und in der Nacht statt. Die Wegebeziehungen der Schulkinder auf ihren Schulwegen sind ebenfalls erhoben worden. Eine Befragung zur Mobilität der Kinder konnte aufgrund der seinerzeit geltenden Pandemiebeschränkungen nicht durchgeführt werden. Daher wurde auf Erfahrungen der Schule zurückgegriffen, dass der Großteil der Kinder zu Fuß den Schulweg hinter sich bringt und somit die Kirchhofstraße nutzt.

Die Varianten für den Umbau sind eine Zone 30, eine Fahrradstraße und ein verkehrsberuhigter Bereich. Es ist möglich, dass für die beiden Straßen unterschiedliche Ausbauvarianten gewählt werden.


Die Stadtwerke und der städtische Abwasserbetrieb SAL werden sich durch die Erneuerung von Leitungen und der Kanalisation an der Umbaumaßnahme beteiligen.


 

Bei einem Ausbau als Zone 30 wird der Straßenraum in Asphalt mit separaten Gehwegen ausgebaut. Das Parken ist in den vorgesehenen Bereichen zulässig. An den sensiblen Querungsbereichen werden Plateaus als überfahrbahre Anhebungen gebaut. Dies ermöglicht den Schulkindern eine bessere Querungsmöglichkeit der Straße.
 

Die Fahrradstraße wird in Asphalt ausgebaut. Hierbei gibt es die Möglichkeit einen langlebigen rotgefärbten Asphalt zu verwenden, der die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden zum Vorrang von Radfahrenden sensibilisiert. Auch rote Breitstrichmarkierungen können auf Asphalt aufgebracht werden. Separate Gehwege werden hergestellt. Für alle Verkehrsteilnehmenden gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Radfahrende dürfen nebeneinanderfahren. Durch eine Zusatzbeschilderung, wie z. B. "Kfz-Verkehr frei", dürfen auch motorisierte Fahrzeuge die Straße nutzen, müssen sich aber dem Radverkehr unterordnen.

Durch die Fahrradstraße wird der Straßenraum strukturiert und eine Verkehrssicherheit, insbesondere für Schulkinder geschaffen. Die gefahrenen Geschwindigkeiten sind in der Regel langsamer, sodass auch hier eine erhöhte Sicherheit zum Tragen kommt. Durch die Einrichtung einer Fahrradstraße wird auch eine alternative Strecke zur Münsterstraße für Radfahrende in Richtung Innenstadt geschaffen.

Der Ausbau erfoglt niveaugleich, das heißt, es werden keine Gehwegbereiche mit Hochborden gebaut. Die gesamte Fahrbahnbreite kann genutzt werden, sodass auch Kinderspiel zulässig ist. Für den Fahrzeugverkehr gilt eine Schrittgeschwindigkeit von 7 km/h bis 10 km/h. Das Parken ist nur in den vorgesehenen Markierungen zulässig, die versetzt im Straßenraum angeordnet werden können. Der verkehrsberuhigte Bereich wird in Pflaster ausgebaut.

Die Variante hat zum Vorteil, dass insgesamt mehr Fläche zur Nutzung des Straßenraums zur Verfügung steht. Auch werden Barrieren für eingeschränkte Personen abgebaut. Die Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder wird maßgeblich erhöht. Das Parken ist geordnet, sodass weniger Einschränkungen für den fließenden Verkehr entstehen.

Beteiligung

Im Juli 2020 fand eine erste frühzeitige Bürgerbeteiligung statt, bei der Interessierte sich die unterschiedlichen Ideen für die Maßnahme ansehen und mit dem Planungsbüro in den Austausch kommen konnten. Aktuell findet die Eigentümer:innenbeteiligung statt. Da es sich bei der Umbaumaßnahme zur Kirchhof- und Augustastraße um einen beitragspflichtigen Straßenausbau nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) handelt, sind die Eigentümer:innen beider Straßen im Rahmen einer Eigentümer:innenbeteiligung einzubeziehen. Alle Eigentümer:innen werden durch die Stadt Lünen angeschrieben und erhalten die Möglichkeit zu einer Stellungnahme. Selbstverständlich können Fragen gestellt und weitere Informationen ausgetauscht werden. Sämtliche relevante Informationen befinden sich im Anschreiben.

Weiteres Vorgehen

Nach Abschluss der Eigentümer:innenbeteiligung werden die eingegangenen Stellungnahmen gesichtet und auf ihrer Grundlage ein Variantenvorschlag zum Umbau der Kirchhof- und Augustastraße für die Politik vorbereitet. Die Politik wird dann, voraussichtlich Anfang November, einen Grundsatzbeschluss im Ausschuss für Sicherheit & Ordnung schließen. Im Anschluss folgt die detaillierte Ausführungsplanung.

Zum Baustellenportal

Ergänzende Informationen zu den Planungen und den Ausbaubeiträgen sind im Baustellenportal abrufbar.

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