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Entwicklungskonzept "Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030"

Im Ortsteil Lippholthausen liegen die größten zusammenhängenden Gewerbeflächen der Stadt Lünen. Lippholthausen ist somit ein wichtiger Wirtschaftsstandort der Stadt, den es langfristig zu erhalten und zu stärken gilt. In den einzelnen Teilbereichen des Ortsteils ergeben sich unterschiedliche Fragestellungen, die für eine zukunftsfähige Entwicklung der Gebiete planerisch und strategisch zu bearbeiten sind. Entwicklungspotenziale und Nutzungsperspektiven sind in dem Kontext der am Standort gegebenen Rahmenbedingungen, wie Wirtschaft, Verkehr, städtebauliches Erscheinungsbild, Immissionsschutz, aber auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie Freiraum und Erholung, zu entwickeln. Der Standort ist durch die zwei Kohlekraftwerke STEAG und Trianel geprägt. Das STEAG-Kraftwerk wurde Ende 2018 geschlossen und die Firma Hagedorn als neuer Flächeneigentümer hat bereits mit Rückbauarbeiten als Grundlage für eine zukünftige Entwicklung der Fläche begonnen. Da  bis spätestens 2038 alle Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden sollen, stellt auch die Trianel-Fläche perspektivisch eine Entwicklungsfläche dar.

Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes "Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030" soll ein räumliches Strukturkonzept für den Wirtschaftsstandort Lippholthausen erarbeitet werden, das die unterschiedlichen Belange integriert betrachtet und eine Perspektive für die zukünftige Entwicklung Lippholthausens aufzeigt. In Verknüpfung mit dem Strukturplan sind kurzfristige, mittelfristige und langfristige Umsetzungsschritte zur Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Lippholthausen bis 2030 aufzuzeigen. Die Umsetzungsschritte können einzelne städtebauliche oder verkehrliche Maßnahmen, aber auch Handlungserfordernisse der Bauleitplanung sowie übergeordnete Handlungsstrategien der Wirtschaftsförderung und weiterer Akteure betreffen.

Zurzeit erarbeitet die Verwaltung mit Unterstützung von drei Planungs- bzw. Beratungsbüros aus den Bereichen Städtebau und Freiraum, Verkehr sowie Wirtschaft das Entwicklungskonzept. Unter Berücksichtigung aller Fachbelange soll mit dem Entwicklungskonzept "Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030" ein räumliches Strukturkonzept zur zukünftigen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Lippholthausen erarbeitet werden, das den städtebaulichen und freiraumplanerischen, den verkehrlichen sowie den wirtschaftlichen Belangen gerecht wird.
 

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Die Erarbeitung des Konzeptes erfolgt in drei Phasen:

Wie ist der Wirtschaftsstandort Lippholthausen heute aufgestellt?

Im Rahmen einer umfassenden Bestandsanalyse wird der Untersuchungsraum Lippholthausen, auch im Zusammenhang mit der Gesamtstadt und der Region, detailliert in den Blick genommen. Hierfür wurden auch die am Wirtschaftsstandort ansässigen Unternehmen beteiligt und in Form von Expertengesprächen und einer Online-Umfrage befragt.

In der Bestandsanalyse werden Stärken und Mängel des Wirtschaftsstandortes sowie Potenziale und Risiken einer zukünftigen Entwicklung ermittelt. Die Analyse stellt die solide und wichtige Basis für die konkrete Konzeptentwicklung dar.

Im Stadtentwicklungsausschuss im Juni wurden die Ergebnisse der Bestandsanalyse präsentiert.
 

Was zeichnet den Wirtschaftsstandort in der Zukunft aus und wie stellt er sich in der Region auf?

Gemeinsam mit Vertretern der örtlichen Politik, Fachöffentlichkeit und Fachbehörden sowie der Wirtschaft wird in einer Zukunftswerkstatt im August ein programmatisches, räumliches Leitbild für den Wirtschaftsstandort erarbeitet. Darauf aufbauend werden thematische Entwicklungsziele festgelegt, die den Rahmen der zukünftigen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Lippholthausen bilden.
 

Wie sieht ein Zukunftsbild für Lippholthausen 2030 aus und welche Umsetzungsschritte sind hierfür erforderlich?

Die bisher gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Erarbeitung des räumlichen Strukturkonzepts. Darin werden Nutzungsstrukturen, Entwicklungsbereiche und Flächenpotenziale räumlich verortet und mit konkreten kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Umsetzungsschritten verknüpft. Auf diese Weise entsteht ein übergeordnetes Zukunftsbild für den Wirtschaftsstandort Lippholthausen, das auch die dafür erforderlichen Maßnahmen, zum Beispiel im Bereich Städtebau, Freiraum, Immissionsschutz oder Verkehr, benennt.

Das Entwicklungskonzept "Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030" soll Ende des Jahres vom Rat der Stadt Lünen beschlossen werden.
 

Und wie geht es dann weiter?

Das Entwicklungskonzept "Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030" ist ein sogenanntes städtebauliches Entwicklungskonzept, das als informelle Planungsleitlinie zu verstehen ist. Es bildet die Grundlage weiterer Planungs- und Entscheidungsprozesse.

Auf Basis des Konzepts sollen notwendige Maßnahmen der Verkehrsanbindung, des Immissionsschutzes und weitere städtebauliche oder ökologische Maßnahmen angestoßen werden. Es ist daher Grundlage und Leitlinie für nachgelagerte Planungs- und Abstimmungsschritte, in denen einzelne Maßnahmen konkret in den Fokus genommen werden. Das Entwicklungskonzept ist insbesondere auch im Rahmen der Bauleitplanung zu berücksichtigen, die der Steuerung der baulichen und sonstigen Nutzung des Bodens bzw. der Grundstücke dient. Für eine Inanspruchnahme neuer Entwicklungsflächen oder auch der Entwicklung neuer Nutzungen auf einer Fläche, ist im Rahmen der Bauleitplanung sog. Planrecht zu schaffen. Die Bauleitplanung beschließt der Rat der Stadt Lünen. Das aufwändige Planverfahren, in dem zahlreiche Belange berücksichtigt werden, ist im Baugesetzbuch umfassend geregelt. Wann genau ein Beschluss für die neuen Gewerbeflächen in Lippholthausen gefasst werden kann, ist derzeit noch nicht vorherzusehen.

Für Entwicklung von Lippholthausen wird in diesem Verfahren der enge Kontakt mit vielen Kooperationspartnern und Beteiligten wichtig werden. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Bedeutung der dort vorhandenen Flächen für die Region sind das neben den ansässigen Unternehmen unter anderem die Lüner Wirtschaftsförderung sowie der Kreis Unna und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna, die gemeinsam mit der Stadt Lünen schon länger im Austausch über die Flächen in Lippholthausen stehen.
 

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