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Masterplan Wohnen

Als Maßnahme aus dem nachhaltigen Wohnflächenmanagements, welches der Rat der Stadt Lünen im Sommer 2013 beschlossen hat, wurde der Masterplan Wohnen erarbeitet.

Im Masterplan Wohnen wird aufgezeigt, wie in Lünen eine zukunftsorientierte Wohn- und Siedlungsentwicklung ermöglicht werden kann. Aufbauend auf einer Erhebung soziodemografischer und sozioökonomischer Daten und unter Berücksichtigung des Wohnungsbestandes wurde eine Wohnungsbedarfsprognose nach Zielgruppen erstellt. Für die einzelnen Stadtteile sind für die Handlungsfelder Stadtentwicklung, Bestandsentwicklung und Neubauflächen Empfehlungen abgeleitet worden. In einem Handlungsprogramm werden konkrete Maßnahmen aufgeführt, mit denen die Stadt und die Akteure aus der Wohnungswirtschaft in den kommenden Jahren eine bedarfsgerechte Wohn- und Siedlungsentwicklung umsetzen können.

Der Masterplan Wohnen dient somit auch als Grundlage für Politik und Verwaltung um zukünftig über Standorte für Neubaugebiete oder Nachverdichtungsbereiche unter Berücksichtigung der Infrastruktureinrichtungen zu entscheiden.


Beschlusslage

Der Masterplan Wohnen hat im Juli 2018 dem Rat der Stadt Lünen vorgelegen. Der Rat hat dazu folgenden Beschluss gefasst:

"1. Der Rat der Stadt Lünen nimmt den Masterplan Wohnen, der als Anlage beigefügt ist, zur Kenntnis und beschließt

  • das Handlungsprogramm mit den darin aufgeführten Handlungsempfehlungen zur Flächenentwicklung
  • und die wohnungsmarktrelevanten Leitideen.

2. Der Rat der Stadt Lünen beschließt, zukünftige kommunalpolitische Entscheidungen

unter Berücksichtigung der im Handlungsprogramm aufgeführten Handlungsempfehlungen

  • zu Neubaugebieten,
  • zur Bestandsentwicklung,
  • zur Nachverdichtung,
  • zum Seniorenwohnen und zum barrierefreien Wohnen,
  • zur Optimierung der Versorgungstrukturen,
  • zum geförderten Wohnungsbau und
  • zum aktiven Wohnflächenmanagement der Stadt Lünen

zu treffen.

3. Auf der Grundlage des Masterplans Wohnen beauftragt der Rat der Stadt Lünen die Verwaltung, die dort aufgeführten Handlungsempfehlungen sukzessive vorzubereiten und soweit es sich nicht um Geschäfte der laufenden Verwaltung handelt, den zuständigen Gremien vorzulegen.

3.a Der Masterplan Wohnen ist durch Anpassung und Präzisierung im laufenden Arbeitsprozess um klare Zielvorgaben zu ergänzen. Die Ziele sind zu operationalisieren, d. h. mit Strategien und Maßnahmen zu hinterlegen. Die Verwaltung wird beauftragt, den zuständigen politischen Gremien regelmäßig über den Stand der Entwicklung / Zielerreichung Bericht zu erstatten (Monitoring).

4. Der Rat der Stadt Lünen beauftragt die Verwaltung, auf Grundlage der Prioritätenliste der Potentialflächen aus dem Masterplan im Sinne einer Arbeitsgrundlage unter Berücksichtigung aller für die Realisierung relevanten Belange ein konkretes Arbeitsprogramm zur Neubau-Flächenentwicklung zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzulegen. Die im Sachverhalt aufgeführte Liste von Flächen (Sedanstraße, Wethmar-Ost, Preußenstraße, Hauptschule Wethmar, Preußenhafen, Kleinbecker Park, Im Sundern, Grenzstraße und Alter Bauhof) wird als erstes Arbeitsprogramm beschlossen. Das Arbeitsprogramm ist als Geschäftsgrundlage jährlich zu aktualisieren und der Politik regelmäßig zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

4.a Zusätzlich wird die Fläche Achenbach 3 (Fläche Nr. 29) in das Arbeitsprogramm auf-genommen.

4.b Bei der Erarbeitung des Arbeitsprogramms hat die Verwaltung folgendes zu beachten:

  • Die Prioritätenliste ist hinsichtlich Hochwasserschutz und Ökologie zu überarbeiten.
  • Innenverdichtung in Maßen unter Berücksichtigung des Klimawandels (Starkregen-Ereignisse und Frischluftschneisen); Keine Siedlungszerstückelung vornehmen und bewirtschaftete Gärten nicht antasten.
  • Brechtener Str. (Fläche Nr. 47) von Prioritätenliste 3 auf P 2
  • Kurt- und Karl-Haarmann-Straße (Flächen Nr. 44 und 45) aus P 3 entfernen.
  • Breiter Weg (Fläche 49) aus P 3 streichen, um grünen Rand zu wahren. Dafür Verdichtung des Ortszentrums und ein Zusammenwachsen mit dem Stadtteil Niederaden ermöglichen.
  • Die Fläche Ferigestraße (Fläche Nr. 46) soll aus der Prioritätenliste gestrichen werden.

5. Auf Grundlage der Aussagen des Masterplans Wohnen beauftragt der Rat der Stadt Lünen die Verwaltung, die Handlungskonzepte auf Stadtteilebene zu konkretisieren und unter Beteiligung der Bürger weiter zu entwickeln.

6. Der Rat der Stadt Lünen empfiehlt allen an der Erarbeitung des Masterplans Wohnen beteiligten Akteuren, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den Handlungsempfehlungen zu orientieren und die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen in ihrem Verantwortungsbereich umzusetzen."

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Stadtteilwerkstätten

Dem Ratsbeschluss entsprechend sollten 2019 auf Grundlage der Empfehlungen des Masterplans Ideen zum Thema Wohnen in Lünen mit Akteuren und der Bürgerschaft vor Ort entwickelt werden. Aus diesem Grund führte die Stadt Lünen im Spätsommer 2019 eine stadtweite Bürgerbeteiligung durch. Bis zum 21. September 2019 fanden insgesamt drei Stadtteilwerkstätten zum Thema „Wohnen in Lünen“ statt. Den Auftakt machte die Stadtteilwerkstatt für Brambauer und Lippholthausen am 31. August 2019 im Bürgerhaus Brambauer. Am 14. September 2019 folgte in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule die Stadtteilwerkstatt Lüner Süden für die Stadtteile Beckinghausen, Osterfeld, Gahmen, Lünen-Süd, Horstmar und Niederaden. Den Abschluss bildete die Werkstatt Lüner Norden am 21. September 2019 im Gymnasium Altlünen für die Stadtteile Stadtmitte, Geistviertel, Lünen-Nord, Wethmar, Nordlünen und Alstedde.

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Lünen, der örtlichen Wohnungsunternehmen, der Stadtwerke Lünen und der Wohnberatungsstelle im Kreis Unna waren alle Lünerinnen und Lüner herzlich eingeladen, sich über ihre Anliegen und Ideen vor Ort auszutauschen und zukünftige Perspektiven zum Thema zu entwickeln. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung der Stadt gefolgt und haben in den jeweils vierstündigen Werkstätten unter anderem über Wohnen im „alten Bestand“ über Neuentwicklung bis hin zu generationsübergreifenden Wohnformen, preiswertem Wohnraum und natürlich über das Leben im Stadtteil lebhaft diskutiert.

Moderiert und fachlich begleitet wurden die öffentlichen Veranstaltungen von Planerinnen und Planer des Dürener Büros weyer gruppe | PROBIOTEC GmbH, die auch die vorliegende Ergebnisdokumentation erstellt haben.

Die Ergebnisdokumentation fasst die vielfältigen Anregungen aus der Bürgerschaft und die Diskussionen aus den Veranstaltungen kompakt zusammen. Die Ergebnisse sind für das abteilungsübergreifend arbeitende „Kernteam Masterplan Wohnen“ der Stadtverwaltung eine Grundlage für die Umsetzung des Masterplans Wohnen.

Wichtig wird es sein, den Gesprächsfaden mit den Bürgerinnen und Bürgern bei konkreten Vorhaben, mit den Wohnungsmarktakteuren, der Politik und den Beteiligten innerhalb der Verwaltung zum Thema „Wohnen“ in geeigneter Form fortzuführen.


Weitere Informationen zum Thema Wohnen finden Sie auch unter "Wohnen und Soziales".

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