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Kreislaufwirtschaft

Ziel der Kreislaufwirtschaft ist die möglichst lange Nutzung von Produkten und Rohstoffen. Ganz praktisch bedeutet das, dass Abfälle entweder gar nicht erst entstehen oder zumindest  bestmöglich weiterverwertet werden sollen. Im Begriff der Weiterverwertung steckt der springende Punkt: viele Abfälle sind – wenn sie ordentlich getrennt werden – von sehr großem Wert und können für die Herstellung neuer Produkte genutzt werden. Eine zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft ist nachhaltig und trägt zum aktiven Klimaschutz bei.

Die Stadt Lünen ist als kommunale Abfallentsorgungseinrichtung für das Einsammeln der Abfälle sowie für die Beförderung der Abfälle zu den Abfallentsorgungsanlagen des Kreises Unna verantwortlich. Zur Erfüllung dieser Aufgaben als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträgerin hat die Stadt Lünen die Wirtschaftsbetriebe Lünen GmbH (WBL) beauftragt. 

WBL steht für alle Fragen unter folgender Nummer für Ihre Fragen zur Abfallentsorgung bereit: 02306 30 60 60
Die GWA bietet für den Kreis Unna Abfallberatung an und ist für alle Bürger:innen und auch für die

Trennung von (Bio-) Abfällen

Die Trennung von Abfällen ermöglicht die bestmögliche Verwertung der verschiedenen Abfälle. Im Rahmen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit wird auch die Verwertung von Bioabfällen – also Abfällen aus Küche und Garten – immer wichtiger.

Kompostierbare Bioabfälle werden in Lünen getrennt über die Biotonne erfasst. Die Bioabfälle werden in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage des Kreises zu Kompost und zu Biogas verarbeitet und können somit, anders als Restmüll, weiter verwertet und genutzt werden. Das setzt allerdings voraus, dass der Biomüll möglichst frei von Störstoffen ist.

Die Aussortierung von Störstoffen aus dem angelieferten Biomüll ist sehr aufwendig und kostspielig. Zu diesen Störstoffen gehören übrigens auch die im Handel erhältlichen ‚kompostierbaren‘ Kunststoffbeutel. Sie können jedoch nur teilweise zersetzt werden und dürfen daher im Kreisgebiet Unna nicht für die Entsorgung von Biomüll zugelassen. Aufgrund unzureichender Abfallsortierung müssen viele Lieferungen von Bioabfällen häufig sogar als Restabfall eingestuft werden und wichtige Ressourcen gehen somit verloren.

Die  Verwertung der Bioabfälle ist kostengünstiger als die Entsorgung des Restmülls. Mit der getrennten Bioabfallsammlung werden somit auch Müllgebühren eingespart, was allen Haushalten zugutekommt, die an die Abfallentsorgung angeschlossenen sind. Die Rückführung wertvoller Rohstoffe in den Stoffkreislauf kann aber nur gelingen, wenn bereits zu Hause auf eine gute Abfalltrennung geachtet wird.
Grundsätzlich besteht in Lünen ein Anschluss- und Benutzungszwang an die Biotonne: die Tonne ist also nicht, wie in einigen anderen Gemeinden derzeit noch, optional.

Der aktuellen Abfallsatzung entsprechend ist es jedoch möglich, Bioabfälle auch im eigenen Garten zu kompostieren und zu verwerten, wenn dafür bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Die Eigenkompostierung aller organischen Abfälle auf dem eigenen Grundstück muss beantragt und entsprechend nachgewiesen werden. Dem Umweltbundesamt folgend muss pro gemeldeter Person mit Erstwohnsitz eine regelmäßig umgebrochene Nutzgartenfläche z.B. für den Gemüseanbau von 50 m², mindestens ein Komposthaufen oder Komposter pro Grundstück und entsprechende umfassende Fachkenntnis der Kompostierenden nachgewiesen werden.

Aber auch, wenn Sie einen Garten besitzen, ist eine kombinierte Nutzung von Biotonne und der Kompostierung im eigenen Garten der bessere Weg, da viele organische Abfälle im eigenen Garten nur schlecht oder gar nicht kompostiert werden können (Fleisch-, Wurst-, Fischreste, Knochen oder kranke und von Parasiten befallene Pflanzenteile). Die Verwertung in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage ist wesentlich hygienischer, effizienter, einfacher und  auch umwelt- und klimagerechter als die Kompostierung im eigenen Garten. In den Vergärungs- und Kompostierungsanlagen wird zunächst Biogas gewonnen und das Material dann u.a. zu Ersatzstoffen für Torf weiterverarbeitet. Die Nutzung der Biotonne ist also auch aktiver Moor- und damit Klimaschutz. Weitere Informationen hat das Umweltbundesamt in der Kompostfibel zusammengestellt.

Für die Bestellung von Abfallbehältern wenden Sie sich bitte an WBL (02306 30 60 60).

Restmüll

Alle Grundstückseigentümer:innen müssen dafür Sorge tragen, dass für alle Personen mit Erstwohnsitz ein Restmülltonnenvolumen von 10 L pro Person und Woche zur Verfügung steht. Eine 4-köpfige Familie benötigt also z.B. eine 80 L Restmülltonne mit 14-tägiger Leerung. Änderungen der Zahl der Personen müssen selbstständig und unverzüglich an WBL (02306 306060) gemeldet werden. Eine Abweichung hin zu einem geringeren Tonnenvolumen ist nur in Ausnahmefällen mit  schriftlichem Antrag möglich.
 

Wertstoffhof

Der Wertstoffhof in Lippolthausen wird im Auftrag der Stadt Lünen durch die WBL GmbH betrieben. Hier können eine Vielzahl von Abfallarten zum Teil kostenfrei oder gegen eine geringe Annahmegebühr in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden (Sperrmüll, Grünabfälle, Bauschutt, Altholz, Tapetenreste, Altreifen, Restmüll in Säcken, Altglas, Altpapier/ Pappe/ Kartonagen, Leichtverpackungen, Altkleider (tragbar), Haushaltsgroßgeräte, Kühlgeräte, sonstige Elektrogeräte, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren).

Des Weiteren gibt es dort auch ein vielfältiges Serviceangebot: Abfallberatung, Behälterbestellungen, Erwerb von Abfallsäcken, Erde und Kompost.

Die Anschrift, Öffnungszeiten sowie den Annahmekatalog zum Wertstoffhof finden Sie hier.

Unratbeseitigung

Das nicht ordnungsgemäße Ablagern von Abfällen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Bei wild abgelagerten Abfällen jeder Art oder Verunreinigungen wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon (02306 104 2020) oder die Abteilung Ordnungsangelegenheiten oder nutzen Sie die Mängel-Melder-App.

Annkathrin Hömberg