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Einstiegsberatung für die Stadt Lünen - Schritt für Schritt zum kommunalen Klimaschutz

Im Sommer 2018 startete die Stadt Lünen in den Klimaschutzprozess mit einer professionell durchgeführten Einstiegsberatung. Diese wird im Rahmen der "Nationalen Klimainitiative" gefördert. Damit wurde das Querschnittsthema Klimaschutz in der Stadt Lünen erstmals systematisch angegangen.

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die Mitwirkung aller, im Besonderen der Kommunen, erfordert. Die Stadt Lünen befand sich in ihren Bemühungen zur Verbesserung des Klimaschutzes zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch am Anfang. Einzelne Fachabteilungen der Verwaltung sowie weitere Akteure aus Lünen hatten in den letzten Jahren bereits erfolgreiche Maßnahmen angestoßen, jedoch fehlte der Stadt Lünen ein strategischer Einstieg in einen strukturierten Klimaschutzprozess. Daher nahm die Stadt Lünen das Förderangebot der Einstiegsberatung kommunaler Klimaschutz der Nationalen Klimaschutzinitiative wahr und beauftragte die Firma Gertec aus Essen als Berater mit der Durchführung der Einstiegsberatung.
 

Projektablauf

Das Projekt umfasste eine Workshop-Reihe, die Anfang des Jahres 2019 startete. Hierbei hat das Beraterteam gemeinsam mit lokalen Akteuren, Politik und Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern  dies Situation des Klimaschutzes in Lünen analysiert und diskutiert und Möglichkeiten der dauerhaften Verankerung des Klimaschutzes in Politik und Verwaltung herausarbeitet. Ziel war die Entwicklung konkreter Maßnahmen, die zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen führen.

Insgesamt wurden ab Januar 2019 sieben themen- bzw. fachspezifische Werkstattgespräche sowie zwei Klima-Cafés zur Beteiligung der Bürgerschaft durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Fahrplan, der Schritt für Schritt weg von Einzelmaßnahmen – hin zu einem strategischen Vorgehen in Sachen Klimaschutz und Klimaanpassung in Lünen führt. Dieser Fahrplan enthält neben einem Maßnahmenkatalog aus 46 Maßnahmen, die nach Themenbereich und Priorität geordnet sind, auch Empfehlungen für  deren Umsetzung dieser Maßnahmen. Das Beraterteam empfiehlt die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements und die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes, um so die notwendigen Strukturen zu schaffen, den angestoßenen Klimaschutzprozess erfolgreich fortzuführen.

Die Ergebnisse der Einstiegsberatung wurden im Abschlussbericht festgehalten und im Sommer 2019 politisch beraten. Im Zuge dessen wurde beschlossen, einen Förderantrag für Klimaschutzkonzept und –management zu stellen, welche ebenfalls über die "Nationale Klimaschutzinitiative" gefördert werden.

Die Einstiegsberatung wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.