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Aktuelles von der Feuerwehr

Maßnahmen gegen Virus-Ausbreitung verschärft: Auch Rathaus und alle Nebenstellen geschlossen

Erstellt von Pressestelle Stadt Lünen | |   News

Die Stadt Lünen verstärkt ihre Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. So hat Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns heute (16. März) - nach Beratung im Stab Außergewöhnliche Ereignisse - eine Allgemeinverfügung erlassen, die das öffentliche Leben in Lünen regelt und ab sofort gilt.

    • Sämtliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel sind grundsätzlich bis einschließlich 19.04.2020 untersagt. Ausgenommen hiervon sind Veranstaltungen, die dazu dienen, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und für die Ordnung oder die Daseinsfür- und -vorsorge unerlässlich sind.
    • Zunächst bis zum 19.04.2020 wird für Reiserückkehrer aus Risikogebieten für den Zeitraum von 14 Tagen nach Aufenthalt, Betretungsverbot für folgende Bereiche erlassen:
    1. Gemeinschaftseinrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen, „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“, Schulen und Heime, in denen überwiegend minderjährige Personen betreut werden) sowie betriebserlaubte Einrichtungen nach § 45 SGB VIII (stationäre Erziehungshilfe).
    2. Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken
    3. Stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe
    4. Berufsschulen
    5. Hochschulen
    • Für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie für stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe werden folgende Maßnahmen angeordnet:
    1. Diese Einrichtungen haben Maßnahmen zu ergreifen, um die Übertragung von Corona-Viren zu erschweren, Patienten und Personal zu schützen und persönliche Schutzausrüstung einzusparen.
    2. Sie haben Besuchsverbote oder restriktive Einschränkungen der Besuche auszusprechen; maximal ist aber ein registrierter Besucher pro Bewohner/ Patient pro Tag mit Schutzmaßnahmen und mit Hygieneunterweisung zuzulassen. Ausgenommen davon sind medizinisch oder ethisch-sozial angezeigte Besuche (z. B. Kinderstationen, Palliativpatienten).
    3. Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher sind zu schließen.
    4. Sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen etc. sind zu unterlassen.
    • Folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote werden geschlossen bzw. eingestellt:
    1. Alle Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos und Museen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen ab dem 16.03.2020.
    2. Alle Fitness-Studios, Schwimmbäder und sogenannte „Spaßbäder“ sowie Saunen ab dem 16.03.2020.
    3. Alle Angebote der Volkshochschule, der Musikschule, der Stadtbücherei, in sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen ab dem 17.03.2020.
    4. Zusammenkünfte in Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17.03.2020. Dazu zählt auch der Trainingsbetrieb im Amateurbereich.
    5. Zusammenkünfte in Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros ab dem 16.03.2020.
    6. Gleiches gilt für Prostitutionsbetriebe ab dem 16.03.2020.
    • Der Zugang zu Angeboten der nachstehenden Einrichtungen wird ab dem 16.03.2020 beschränkt und nur unter strengen Auflagen (Besucherregistrierung mit Kontaktdaten - wie Datum, Uhrzeit, Nachname, Vorname, Telefonnummer. Zudem Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern, Aushänge mit Hinweisen zur richtigen Hygienemaßnahmen und Einhaltung der Hygienehinweise) gestattet:
    1. Bibliotheken außer Bibliotheken an Hochschulen.
    2. Restaurants und Gaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen.
    • Zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping- Malls“ oder „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen, wird ab dem 16.03.2020 der Zugang beschränkt und nur unter Auflagen erlaubt. Der Aufenthalt ist nur zur Deckung des dringenden oder täglichen Bedarfs gestattet.

    Für den Fall der Missachtung der Anordnungen wird die Unterbindung der getroffenen Maßnahme durch Ordnungs- und Sicherheitskräfte zwangsweise durchgesetzt.

    Für Publikumsverkehr geschlossen wird ab Dienstag, 17. März 2020, das Lüner Rathaus und dessen Außenstellen (Technisches Rathaus, städtisches Gebäude Franz-Goormann-Straße und Kulturbüro im Theater). Die Vergabe dringender Termine - z.B. Beurkundungen und andere unaufschiebbare Behördengänge - erfolgt telefonisch unter der zentralen Rufnummer 02306 104-0. Zudem geschaltet sind das Bürgertelefon unter 02306 104-2020 und das Servicetelefon des Kulturbüros (Fragen zum Ticketing sowie zu Veranstaltungen im Hilpert-Theater oder Hansesaal) unter 02306 104-2299.

    Für Trauungen werden bis Ende April keine neuen Termine mehr vergeben. Bereits angemeldete Trauungen werden aus dem Rathaus ausgegliedert.

    Der Bürgermeister appelliert nochmals an alle Menschen in unserer Stadt, sich besonnen zu verhalten und nach Möglichkeit die persönlichen sozialen Kontakte - sofern sie nicht dringend notwendig sind - weitgehend zu reduzieren.

    Derzeit gibt es in Lünen zwei bestätigte Corona-Fälle sowie 60 Menschen, die sich in Quarantäne befinden.
     

    Maßnahmen gegen Virus-Ausbreitung verschärft: Auch Rathaus und Nebenstellen geschlossen
    Maßnahmen gegen Virus-Ausbreitung verschärft: Auch Rathaus und Nebenstellen geschlossen

    Großübung am St. Marien Hospital

    Ein Film, produziert von Nils Lenfers, zur Großübung der Feuerwehr Lünen am St. Marien Hospital Lünen.


    Rauchmelder retten Leben