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Was erwartet mich?

Grundausbildung

Die Grundausbildung für ehrenamtliche Feuerwehrleute in Lünen dauert ca. 1 Jahr und findet ausschließlich an Wochenenden statt. Man wird mit dem Dienstgrad Feuerwehrmannanwärter in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen. Nach Abschluss der Modulausbildung wird man zum Feuerwehrmann befördert. Danach folgen viele weiterführende Spezialausbildung.

Die Grundausbildung wird unterteilt in:

  • Modul 1+2: Einführung in den Feuerwehrdienst
  • Sprechfunker
  • Atemschutzgeräteträger
  • Modul 3: Praktische Ausbildung, Lösch - Einsatz
  • Modul 4: Praktische Ausbildung, Technische Hilfe - Einsatz

Desweiteren muss ein Erste Hilfe Kurs durchgeführt werden und zusätzlich zum Atemschutzgeräteträger wird ein Hot Fire Training absolviert.

Modul 1 + 2

Dieser Abschnitt ist der erste der durchgeführt wird. In der Regel beginnt dieser Lehrgang Ende Januar / Anfang Februar und die Prüfung ist Anfang März. In diesem Zeitraum befindet man sich Samstagnachmittags von 13 - 19 Uhr und Sonntags von 07 - 13 Uhr auf der Hauptwache.

Hier werden die Rechtsgrundlagen nach denen die Feuerwehr arbeitet, die Unfallverhütungsvorschriften und die Gefahren an der Einsatzstelle vermittelt. Dazu kommen noch praktische Teile wie Knoten und Stiche, Leitern, Fahrzeug- und Gerätekunde und Erste Hilfe im Einsatz.

Dieses Modul hat seinen Schwerpunkt in der Theorie befindet sich zum Ende aber vermehrt auf dem Hof um den Umgang mit den Geräten und Leitern zu erlernen.

Am Ende dieses Moduls findet eine praktische und theoretische Prüfung am letzten Tag statt.

Sprechfunker

In diesem Ausbildungsabschnitt werden den angehenden Feuerwehrmännern und -frauen alles rund um den Funkverkehr der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (kurz BOS) beigebracht. Dazu kommt die Kartenkunde, diese ist vor allem dann wichtig, wenn wir andere Feuerwehren bei überörtlichen Einsätzen helfen müssen. Denn jeder sollte in der Lage sein eine Karte richtig lesen zu können und Koordinaten anzugeben und zu finden.

Dieser Lehrgang geht über 3 Tage, wobei 2 Tage an der Hauptwache stattfinden. Am letzten Tag findet zum krönenden Abschluss eine Koordinatenfahrt statt.

Zunächst muss jedoch jeder Feuerwehrmann die Theorie zum Thema Funk erlenen. Dazu gehören der Umgang und der Aufbau von Funkgeräte, das richtige Verhalten im Sprechfunkverkehr und die Benutzung einer Karte. Auch Funkrufnamen der einzelnen Fahrzeuge werden hierbei geschult.

Wenn die Theorie sitzt, werden Funkübungen durchgeführt. Der Lehrgang wird auf verschiedene Räume verteilt und mit Handfunkgeräten ausgestattet um nun das erlernte praktisch anzuwenden.

Am dritten Tag findet die Funkübung statt. Dabei werden jedem Fahrzeug per Funk Koordinaten durchgegeben und diese müssen dann erreicht werden. Somit wird noch einmal der Umgang mit Karte und dem Funk verinnerlicht. Danach erfolgt die Lernzielkontrolle.

Atemschutzgeräteträger

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang findet an 2 Wochenenden statt.

Zu Beginn wird die nötige Theorie beigebracht. Welche Atemgifte gibt es, welche Arten von Atemschutzgeräten gibt es, wie sind sie aufgebaut, wodurch unterscheiden sie sich. Dazu kommen die Einsatzgrundsätze und die Kurzprüfung der Geräte.

Auch dieser Lehrgang ist extrem praxisorientiert. Man lernt die Atemschutzübungsstrecke kennen und übt Verfahren zur Menschenrettung und das Vorgehen in einem Brandeinsatz.

Hot Fire Training

Das Hot Fire Training besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen.

Der erste Schritt ist das Training des richtigen taktischen Verhaltens beim Löscheinsatz. Dies geschieht unter nahezu realistischen Bedingungen in einer gasbetriebenen Feuerlöschübungsanlage.

Die Auszubildenden haben dabei die Möglichkeit, in der verrauchten Anlage Löschtaktiken zu trainieren und evtl. zu optimieren.
Folgende Brandszenarien können mit der Anlage simuliert werden:

  • Zimmerbrand
  • Wohnungsbrand (mit Flashover-Effekt)
  • Kellerbrand (mit Gasflaschen-Attrappe)

In der zweiten Trainingseinheit haben Feuerwehrleute in der Rauchdurchzündungsanlage (“Flashover-Container”) die Gelegenheit, unter kontrollierten Bedingungen die komplexen Prozesse bei realen Bränden in geschlossenen Räumen zu beobachten.

Die Auszubildenden können die Entwicklung des Feuers und der Rauchschicht beobachten. Die Ausbilder demonstrieren, wie sich das Öffnen von Türen oder Fenstern auf die Brandentwicklung auswirken kann. Dabei wird der richtige Einsatz von Strahlrohren zur Abkühlung der Rauchschicht und zur Brandbekämpfung geübt.

Modul 3

Dieses Modul geht über 5 Wochenenden. Am ersten Wochenende werden die theorethischen Kentnisse in Brand- und Löschlehre geschult. Dazu zählt auch der richtige Umgang mit Feuerlöschern.

An verschiedenen Orten im Lüner Stadtgebiet werden viele Einsatzszenarien durchgespielt, damit alle Feuerwehrleute auf den Ernstfall vorbereitet sind. Das besondere Augenmerk ist hierbei die Zusammenarbeit in einer Gruppe. Jeder Feuerwehrmann muss die einzelnen Positionen dieser Gruppe kennen und übernehmen.

Zu einer Gruppe gehören: Maschinist, Melder, Angriffstrupführer, Angriffstruppmann, Wassertruppführer, Wassertruppmann, Schlauchtruppführer und Schlauchtruppmann. Der Gruppenführer wird durch den Ausbilder gestellt.

Es werden mehrere Übungen pro Tag durchgeführt. Nach jeder Übung findet eine Nachbesprechung statt, die Fehler aufzeigen soll. Hier werden auch Verbesserungsvorschläge durch die Ausbilder gegeben.

Am letzten Ausbildungstag erfolgt die theoretische und praktische Lernerfolgskontrolle.

Modul 4

Im letzten Modul wird der Umgang im technischen Hilfeeinsatz gelehrt. Dieser Lehrgang findet komplett an der Hauptwache statt. Hier wird theoretisches Wissen in Verbindung mit vielen praktischen Übungen gelehrt.