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Junges Hilpert-Theater

Junges Hilpert-Theater steht für moderne Inszenierungen von Klassikern und zeitgenössischen Theaterstücken: Zeitlose wie auch aktuelle Themen werden, speziell für junge Menschen zugeschnitten, auf der Bühne behandelt.

Das Anliegen der Reihe ist es, gezielt Theater für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse anzubieten.

Das Besondere dabei:

In dieser neuen Reihe wird den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben, sich aktiv an der Auswahl der Stücke zu beteiligen. Wünsche für die Spielzeit 2020/2021 werden ab sofort entgegengenommen.

Zu den Stücken aus der Reihe "Junges Hilpert-Theater" bieten wir auf Wunsch au-ßerdem eine theaterpädagogische Vor-und Nachbereitung an – ohne entstehende Mehrkosten.

Möglich ist dies durch die Kooperation zwischen dem Kulturbüro Lünen und dem Förderverein Theater Lünen e.V.

Einzelkarten: 8,00 €
Lehrer haben als Begleitung freien Eintritt.

Veranstaltungen 2019/2020

Mittwoch, 05.02.2020, 20 Uhr
Donnerstag, 06.02.2020, 11 Uhr
Der Sandmann (Abiturrelevant)

Klassiker nach E.T.A. Hoffmann

Der junge Nathanael studiert in Italien, als ihn die Begegnung mit einem harmlosen Fernglasverkäufer aus der Fassung bringt. Er ist überzeugt, in dem Händler den bösartigen Advokaten Coppelius zu erkennen. Nathanael erinnert sich, wie Coppelius früher regelmäßig als »Sandmann« bei seinem Vater zu Hause erschien. Aus Angst davor, der Sandmann könne ihm die Augen stehlen, ging der Junge brav ins Bett. Eines Abends allerdings treibt ihn die kindliche Neugier dazu, einen Blick in das Arbeits-zimmer seines Vaters zu riskieren. Dabei wird er Zeuge, wie sein Vater und der Advokat Coppelius lebensechte Puppen bauen. Nach dem letzten Besuch des Sandmanns findet Nathanael sei-nen Vater leblos im Arbeitszimmer. Nun versucht der Student zu ergründen, ob er Opfer seiner traumatischen Kindheitserinnerungen geworden ist oder ob die obskuren Versuche des Cop-pelius in der Gestalt der schönen Olimpia im Haus gegenüber ihren Höhepunkt gefunden haben.

Dienstag, 17.03.2020, 11 Uhr
Fall Gretchen Gretchens Fall (Abiturrelevant)
Schauspiel nach Johann Wolfgang von Goethe

Diese Aufführung collagiert eine komprimierte Fassung von Goethes „Faust I" mit Originaldokumenten aus dem Prozess um die Frankfurter Kindsmörderin Susanna Mar-garetha Brandt. Der junge Rechtsanwalt Johann Wolf-gang Goethe erlebte diesen Prozess in seiner Heimat-stadt hautnah mit. Das Schicksal der 1772 hingerichteten Susanna Brandt wurde für Goethe zur maßgeblichen Inspiration für das tragische Schicksal des „Gretchen" in „Faust". „Fall Gretchen" ist ideal geeignet, junge Men-schen in der Deutschen berühmtestes Theaterstück ein-zuführen - und Kenner um interessante Blickwinkel zu bereichern.

Ein Theaterabend zwischen Mitgefühl und kritischer Distanz, der durch die Wette zwischen „Dem Herrn" und dem auch von Susanne Brandt oft zitierten „Teufel" the-ologischen Zündstoff erhält. Packend und emotional!

Mittwoch, 29.04.2020, 11 Uhr
Gehen

artENSEMBLE THEATER Bochum in Kooperation mit Förderverein Theater Lünen e.V., Kinderhospizdienstund Kulturbüro Lünen

„Er ist von uns gegangen" sagt man, wenn ein Mensch stirbt. Aber wohin ist er gegangen? Ins Nichts? Oder ist Sterben Über-Gang? Diese Frage ist die Wurzel aller Religion und ihre Beantwortung auch für uns Heutige existenziell in unserem Selbstverständ-nis. Und so begibt sich das artENSEMBLE THEATER auf eine Spurensuche im seltsamen Raum zwischen Leben und Nicht-Mehr-Leben, zwischen Sein und Nicht-Sein - oder woanders Sein. Denn nur der vermag wahrhaft zu leben, darin sind sich die Wei-sen der Welt einig, der dem Tod ins Auge geblickt hat. Und wie es einen schaudern kann, wenn man in diesen Abgrund blickt, so kann man daraus vielleicht auch neue Kraft schöpfen. Zum Weiter-Gehen. Ein Theaterabend über Angst und Mut, Trauer und Zuversicht, vermeintliche Enden und neue Anfänge.