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Hellweg ein Lichtweg

Der Verein HELLWEG – ein LICHTWEG e.V. führt regelmäßig konzertierte Aktionen rund um die Lichtkunstwerke in der Hellwegregion durch. Die Stadt Lünen vertreten durch das Kulturbüro ist aktives Vereinsmitglied.

Hellweg ein Lichtweg in Lünen wird begleitet durch das Kulturbüro der Stadt und den Förderverein für Kunst und Kultur in Lünen e.V., für dessen engagierten Einsatz "herzlichen Dank"!

5. Nacht der Lichtkunst

Hellweg meets Niederlande

Samstag, 30. Oktober 2021 ab 18 Uhr
Innenstadt Lünen


Das Motto in diesem Jahr: "Hellweg meets Niederlande". Neben Lünen sind weitere Partnerstädte wie Unna, Ahlen, Soest oder Bergkamen vertreten. In jeder der Städte werden niederländische Künstler:innen aktiv. Zudem werden zahlreiche weitere vernetzende Aktionen in und unter den beteiligten Städten stattfinden.

In Lünen erwartet alle Lichtkunstinteressierten ein buntes Rahmenprogramm mit Musik und Informationsmöglichkeiten. Neben der Vorstellung und Einweihung des temporären Lichtkunstwerks "Die Kraft der Gegenwart" des niederländischen Gastkünstlers Bas Peeters wird es bei einem Künstlergespräch die Möglichkeit geben, sich mit Bas Peeters auszutauschen. Weiterhin gibt es Livemusik, eine Stadtführung und reichlich Informationsmöglichkeiten zum Thema.

Weitere Informationen zur 5. Nacht der Lichtkunst hier.

Lichtkunstwerke in Lünen

"Flusswächter"

Wo Lünens Schicksalsfluss, die Lippe, im Gebiet der "Mersch" den bebauten Rand der Innenstadt berührt, steht auf dem Steilufer der Flusswächter. Hier beginnt der Freiraum der Lippe mit einem Altwasser, mit Bäumen und Sträuchern an den Ufern. Zwei schlanke Edelstahlrohre, 12 und 24 Meter lang, mit silbergrauen Oberflächen, streben in unterschiedlichen Richtungen und Neigungen nach oben auseinander. Der längere, zum Fluss gerichtete Stab ist oben als weißer Leuchtkörper ausgebildet. Ein stählerner Gurt verhindert, zumindest optisch, das Auseinanderstreben und erhöht die Spannung. Eine schlichte Laterne hängt vom Gurt herab. In der Dunkelheit prägt ihr gelbes Licht zusammen mit dem weißen Licht des Stabes den Standort. Wen soll der Flusswächter schützen, bewachen? Die Stadt – sie hat oft Leid und Schaden durch Hochwasser und Eisgang erfahren. Den Fluss – der durch Fischfang und Schifffahrt Segen brachte und mit seinem Erlebniswert immer noch bringt.

Kazuo Katase wurde 1947 in Shizukoa/Japan geboren und kam 1975 nach Deutschland. Seit 1976 lebt er in Kassel und arbeitet als Bildhauer, Maler, Fotograf und Bühnenbildner. Seine Werke im öffentlichen Raum setzt er in Beziehung zur Architektur und Landschaft.

Der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e.V. hat das Lichtkunstwerk initiiert und umgesetzt. Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autor Wolfgang Balzer.


"radial"

Wie sieht ein Stadttor aus? Wuchtig, so die traditionelle Vorstellung: ein einziger bewachter Durchgang in einer dicken Mauer, die eine Stadt schützend umgibt. Oder vielleicht ein steinerner Turm mit offenem Tor, eine Erinnerung an Zeiten, als eine Stadtmauer das bewohnte Gebiet begrenzte? Beides gibt es heute noch. Nicht so in Lünen. Am Rande der Innenstadt, dort, wo der Wallgang der Langen Straße begegnet, entfaltet sich ein filigranes Strahlentor, das den südlichen Eingang der Stadt markiert. Dieses Lichtkunstwerk ist eine Skulptur, die die Idee eines Stadttors modern aufgreift. Der leuchtende Akzent grüßt Kommende und Gehende mit acht Lichtlinien: Vier aufrechte Stelen auf der östlichen Seite der Langen Straße korrespondieren mit vier eingelassenen Schienen gegenüber. Die Straße macht die beidseitigen Lichtlinien gleichsam zum Tor. "Radial" leuchtet, beleuchtet aber nicht. Die Elemente sind so ausgerichtet, dass sie in der Mitte der Straße einen Schnittpunkt bilden. Die Schienen bzw. Stelen sind unterschiedlich geneigt, sodass optisch Beweglichkeit entsteht.

Martin Pfeifle, 1975 in Stuttgart geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e.V. hat das Lichtkunstwerk initiiert und umgesetzt. Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autorin Barbara Höpping.


"Europa"

Lünen lässt Europa funkeln. Das ist in erster Linie dem Berliner Künstler Jan-Peter E.R. Sonntag und seinem Labor N-solab zu verdanken. Seine Idee einer Lichtplastik/Komposition für den Europaplatz fand beim Förderverein für Kunst und Kultur sowie der lokalen Europa-Union, den Initiatoren des vorangegangenen Kunstwettbewerbs, größtes Gefallen. Das blieb auch so bei der Einweihung der ausgewählten Arbeit im zweiten Jahr der Corona-Pandemie (2021), denn die flatternde Europafahne funkelt hier als flackernder Himmelsreif. Die Zahl 12 spielt bei der feuerverzinkten Stahlkonstruktion mit ihrem ausgeklügelten Lichtsystem inhaltlich und formal eine große Rolle. Sie ist ein historisches Symbol für Vollkommenheit und identisch mit der Anzahl der Sterne auf der Europafahne. Die vom Zufall gesteuerten 12 Lichter blitzen in der sich auf 8 Meter aufschwingenden, zwölfwinkligen "Schlaufe". Die eingebauten Lichtsysteme sind technisch autonom - wie die 27 europäischen Staaten - und vom Strom unabhängig. In dem polygonal geknickten offenen Ring werden LED-Leuchten durch das Sonnenlicht aufgeladen; es wird in unregelmäßigen Abständen, die sich in ihrem Rhythmus nie wiederholen, abgegeben. So entsteht das "Sternefunkeln" in dem mit blauem Eisenglimmer beschichteten Ring. Wer ein Selfie unter diesem "Himmel über Lünen" macht, kann eine sinnreiche Erinnerung vom Europaplatz mit nach Hause nehmen.

Das Projekt wurde gefördert durch das Land NRW und bei den Lüner Firmen Berkenkamp Stahlbau GmbH und Vollmer GmbH & Co. KG, Korrosionsschutz verwirklicht. Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins für Kunst und Kultur Lünen e.V., Autorin Barbara Höpping.