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Mord am Hellweg

Europas größtes internationales Krimifestival

Mord am Hellweg ist Europas größtes internationales Krimi-Festival und wird seit 2002 als Biennale veranstaltet. Die Projektleitung nehmen das Westfälische Literaturbüro und die Kreisstadt Unna, Kulturbetriebe, Bereich Kultur gemeinsam wahr. Das Festival ist eines der erfolgreichsten Projekte der Kulturregion Hellweg, welches in einem Turnus von zwei Jahren stattfindet. Die Lüner Lesungen und Aktionen werden vor Ort durch das Kulturbüro Lünen organisiert.

Nachdem die ursprünglich für den Herbst 2020 geplante Jubiläumsausgabe pandemiebedingt bereits zweimal verschoben werden musste, hat das Warten am 17. September 2022 ein Ende, denn dann fällt der Startschuss für die zehnte Ausgabe des Festivals. Bis zum 12. November 2022 wird die Hellweg-Region zum Schauplatz fiktiver Verbrechen. Krimi-Begeisterte bekommen über zahlreiche Veranstaltungen hinweg einen Einblick in die Vielfalt und das Facettenreichtum des Krimi-Genres. Das Festival ist mittlerweile eine der größten Literaturveranstaltungen der Welt mit nationalen wie internationalen Mitwirkenden und lockt mit seinem anspruchsvollen Programm nicht nur Besucher:innen aus der Region, sondern aus dem gesamten Bundesland und darüber hinaus zu den Veranstaltungen von "Mord am Hellweg". Wer einmal da war, hat Blut geleckt und wird wiederkommen. Garantiert!

Freuen Sie sich auf acht Wochen kriminelles Programm vom Feinsten und nehmen Sie sich Zeit, um alle Informationen, Programmpunkte und Hinweise rund um "Mord am Hellweg" auf www.mordamhellweg.de zu entdecken. Das komplette Festivalprogramm finden Sie hier im Programmheft (PDF).

Freitag, 23.09.2022 - 19:30 Uhr

Mord und Meer im Heinz-Hilpert-Theater

Lesung mit Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl

Wenn Klaus-Peter Wolf im Norden morden lässt, erleben Leser:innen regelmäßig spannende Kriminalfälle. Denn er sorgt mit seinen Ostfriesenkrimis für Unterhaltung der Extraklasse. Bei der Lesung im Lüner Theater hat er gleich zwei hochspannende Krimis im Gepäck:

In "Ostfriesensturm", dem 16. Fall für Ostfrieslands Top-Ermittlerin und Kult-Kommissarin Ann Kathrin Klaasen, wird in einer Ferienwohnung auf Wangerooge die Leiche eines Mannes gefunden. Die Tötungsart lässt vermuten, dass hierfür das organisierte Verbrechen verantwortlich ist - ein Verdacht, der Ann Kathrin und ihr Team sofort in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

In "Rupert undercover – Ostfriesisches Finale" steht der dritte Undercover-Einsatz für Hauptkommissar Rupert, den beliebten Kollegen Ann Kathrin Klaasen, an. Ein Anruf von einem totgeglaubten Drogenboss und eine undichte Stelle, die seine Tarnung bedroht. In diesem Fall zählt jede Minute!

Begleitet wird Klaus-Peter Wolf an diesem Abend von Bettina Göschl, die mit Musikeinlagen für mörderisch-gute Stimmung sorgt. Ein Muss für alle Krimifans!

Ort: Heinz-Hilpert-Theater, Kurt-Schumacher-Str. 39, 44532 Lünen
Karten: VVK 19,90 € / erm. 17,90 €  beim Servicebüro des Kulturbüros (nur Barzahlung möglich!), Kurt-Schumacher-Str. 41, 44532 Lünen, Tel. 02306 104-2299, E-Mail kulturbuero@luenen.de, beim i-Punkt Unna (02303) 10 37 77, Westf. Literaturbüro in Unna e.V. (02303) 96 38 50 und auf www.mordamhellweg.de erworben werden.

Mittwoch, 19.10.2022 - 20 Uhr

Gott

Schauspiel nach Ferdinand von Schirach

Wie wollen wir leben - und wie wollen wir sterben? Nach "Terror" widmet sich der Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach in seinem zweiten Theaterstück "Gott" erneut einem Thema von höchster gesellschaftspolitischer Brisanz und stellt eine zentrale Frage in Bezug auf die menschliche Freiheit und Selbstbestimmung: Darf man jemandem bei einer Selbsttötung helfen? Seit dem neuen Gerichtsurteil des Bundesverfassungsgerichtes vom Februar 2020, das den bestehenden Paragrafen 217 des Strafgesetzbuches für verfassungswidrig erklärt hat, erscheint diese Frage vermehrt in den Schlagzeilen und wird kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert. Am Ende des Theaterstückes entscheidet das Publikum, und zwar über einen konkreten Fall: Richard Gärtner, 78 Jahre alt, will sich das Leben nehmen. Um dies für seine Begriffe würdevoll tun zu können, fordert er das Betäubungsmittel Pentobarbital, das ihm nur eine Ärztin oder ein Arzt geben kann. Soll er es bekommen? Zuvor erlebt das Publikum, wie in einer Sitzung des Ethikrats rechtliche, moralische, politische, christliche und persönliche Aspekte dieses hochaktuellen Themas zur Sprache kommen und darum gerungen wird, den richtigen Weg zu finden. In dieser Frage stehen zwei Prinzipien gegeneinander, die beide grundlegend unsere Gesellschaft charakterisieren: Das Selbstbestimmungsrecht der und des Einzelnen auf der einen Seite und der Schutz des Lebens sowie die Verantwortung und Fürsorge gerade gegenüber jemandem, die oder der Unterstützung braucht, auf der anderen Seite. Dieser Abend hinterlässt tiefe Eindrücke. Oftmals verlässt das Publikum das Theater in angeregter Diskussion. Wie die Zuschauerinnen und Zuschauer an welchem Abend abgestimmt haben, wird bundesweit übrigens veröffentlicht: Auf der Website gott.theater trägt der Bühnenverlag Kiepenheuer sämtliche Ergebnisse sämtlicher Theaterabende anschaulich auf einer Europakarte zusammen.

Ort: Heinz-Hilpert-Theater, Kurt-Schumacher-Str. 39, 44532 Lünen

Karten: ab 14,00 €  bis 23,00 € /  7,00 € bis 11,50 € beim Servicebüro des Kulturbüros Lünen, Kurt-Schumacher-Straße 41, 44532 Lünen (02306) 10 42 29 9, online unter www.luenen.de/kulturbuero, bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

Donnerstag, 20.10.2022 - 19:30 Uhr

Luca Fontanella

La dolce vita trifft auf Mord à la Carte. Vino, Tiramisu und ein Toter im Weinberg: Im zweiten Fall für Sergio Panda lässt das Autorenduo Jutta Wieloch und Dirk Husemann alias Luca Fontanella in der atemberaubenden Hügellandschaft in und um die Stadt Volterra einen Giftmörder sein Unwesen treiben. Dabei hat Polizist Sergio eh schon alle Hände voll zu tun, denn er muss mal wieder für eine große Feier in der Trattoria seines Vaters einspringen. Bei dem Toten handelt es sich ausgerechnet um den Sänger, der für die musikalische Gestaltung der Feier sorgen sollte. Die Suche nach dem Mörder führt Sergio in Restaurantküchen, Weinkeller - und ausgerechnet zu Angelos Festvorbereitungen … Ein kriminalistischer Hochgenuss!

Zu "Trattoria Mortale - Der Tote im Weinberg" (07/22):
Der zweite Fall für Sergio Panda - Vino, Tiramisu und ein Toter im Weinberg.
In der Trattoria des alten Angelo Panda gibt es nur noch ein Gesprächsthema: Angelo lässt seine Stammgäste im Stich. Während der Wirt ein großes Festmahl im historischen Zentrum von Volterra vorbereitet, muss sein Sohn Sergio wieder einmal die Trattoria am Laufen halten. Dabei hat er als Polizist gerade alle Hände voll zu tun: Der Sänger Nino Marino, der für die musikalische Gestaltung der Feier sorgen sollte, wurde tot im Weinberg aufgefunden, offenbar vergiftet. Die Suche nach dem Mörder führt Sergio in Restaurantküchen, Weinkeller - und ausgerechnet zu Angelos Festvorbereitungen ...

Ort: Lippe Buchhandlung, Münsterstraße 1c, 44534 Lünen
Karten: 12,00 € Vorverkauf nur über Lippe Buchhandlung (02306) 55 99 8, www.lippebuchhandlung.de
 

Mittwoch, 26.10.2022 - 19:30 Uhr

Großstadt-Thrill de luxe

mit Ellen Dune, Linus Geschke und Constanze Scheib

Ein Touch Wiener Charme, Dublin zwischen Boom und Brexit und Hamburger Schick: ein Giftmord in besten Kreisen, eine taumelnde Stadt und eine Ermittlerin, die dringend eine Pause braucht, aber in Irland dennoch nicht zur Ruhe kommt. So schickt die Österreichische Autorin Ellen Dunne in “Boom Town Blues” ihre Ermittlerin Patsy Logan - eigentlich Kommissarin beim Münchner LKA - in die irische Haupstadt. Doch dort ist es mit der Auszeit schnell vorbei, als eine deutsche Praktikantin in der österreichischen Botschaft ermordet wird. In Linus Geschkes “Das Loft” lebt das Paar Sarah und Marc gemeinsam mit ihrem Mitbewohner Henning in einem schicken Hamburger Loft. Alles scheint idyllisch. Doch dann wird Henning grausam ermordet. Im Wien der 1972 Jahre ermittelt hingegen Constanze Scheibs Rockmusik hörende und Whisky trinkende Frau Ehrenstein im Fall der alten ungarischen Gräfin Bárány, die von der Presse beschuldigt wird ihren Mann ermordet zu haben. Moderation: Angela Eßer (Krimiautorin, angefragt).

Zu Ellen Dunnes "Boom Town Blues":
Patsy Logan, Kommissarin des Münchner LKA, nimmt sich Bildungszeit, so heißt es zumindest offiziell. Inoffiziell sucht sie in Dublin Zuflucht vor privaten Sorgen und beruflichem Ärger: Ihre Ehe kriselt, der unerfüllte Kinderwunsch belastet sie schwer und der verdiente Karrieresprung wird ihr zugunsten eines männlichen Kollegen verwehrt. Doch Patsy will in Irland nicht nur Abstand von ihrem Alltag gewinnen. Sie möchte auch Hinweisen von Menschen nachgehen, die ihren Vater lebend in Dublin gesehen haben wollen. Das ist einigermaßen verwirrend, denn: Patsys Vater ist seit vielen Jahren tot. Als in der österreichischen Botschaft eine junge deutsche Praktikantin mit Blausäure vergiftet wird, ist es mit Patsys Auszeit und ihren privaten Nachforschungen schlagartig vorbei und sie muss zurück zu ihrer alten Stärke finden. Zusammen mit dem irischen Team und dem Kollegen Sam Feuerstein nimmt sie die Ermittlungen auf – und blickt mitten in die hässliche Fratze von Ausbeutung und Kapitalismus.
Die Immobilienpreise explodieren im Wirtschaftsboom, der auf die verheerende Finanz- und Wirtschaftskrise der 2000er folgt. Habgier und Gewinnsucht haben die Stadt wie ein Fieber befallen. Sogenannte Vulture Hunters treiben ihr Unwesen: In der Krise billig erworbene Immobilien und Kredite werden nun mit horrenden Zinsen in kürzester Zeit fällig und treiben die betroffenen Schuldner*innen in die Verzweiflung. Gentrifizierung, zerstörte Lebensträume und zerbrochene Familien prägen den Geist einer pulsierenden Stadt, haben so gar nichts mit der nostalgischen Postkarten-Idylle im Reisekatalog gemein. Hier herrscht das Gesetz der Stärkeren, hier öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Hier entscheiden einige wenige aufstrebende Karrierist*innen auf ihrem Weg nach ganz oben über die Leben derer, die strampelnd versuchen, sich über Wasser zu halten …

Zu Constanze Scheibs "Keine schön Leich - die gnä’ Frau ermittelt":
Eigentlich liebt es die gnä’ Frau, sich herauszuputzen und unter die feinen Leute Wiens zu mischen. Doch seit dem Skandalartikel über ihre angeblichen Verbindungen zu kommunistischen Kreisen wird ständig hinter ihrem Rücken getuschelt. 1972 scheint nicht bereit für eine gnä’ Frau, die gern Rockmusik hört und Whisky trinkt und sich auch mal unter Hippies begibt. Um Frau Ehrensteins Laune zu heben, machen ihre Eltern sie mit der alten ungarischen Gräfin Bárány bekannt. Auch sie wurde vom Schmierblatt Wiener Telegramm verunglimpft: Sie soll ihren Mann umgebracht haben. Frau Ehrenstein wittert sofort ein neues Abenteuer. Schnell freundet sie sich mit der resoluten Witwe an und beschließt, Nachforschungen anzustellen, um deren Unschuld ein für alle Mal zu beweisen. Ihre heimliche Vertraute, das Dienstmädchen Marie, unterstützt sie dabei. Ihre Ermittlungen führen die beiden nicht nur in den Nobelbezirk Döbling, in einen legendären Nachtclub und ins Kunsthistorische Museum, sondern bringen sie auch in tödliche Gefahr.

Zu Linus Geschkes "Das Loft":
Du kennst die Wahrheit? Du kennst sie nicht! Drei sind einer zu viel.
Ein schickes Loft in Hamburg. Ein Paar Anfang dreißig, Sarah und Marc, und ihr Mitbewohner Henning, Marcs bester Freund. Drei Jahre lang sind sie aufs Engste verbunden, teilen ihre Träume und Sehnsüchte. So scheint es zumindest. Dann aber wird Henning grausam ermordet, und sämtliche Spuren deuten auf Sarah und Marc. Hat sie ihn getötet, war er es? Haben sie es gemeinsam getan? Und was hat ihre einst so große Liebe von einen Tag auf den anderen zerrissen? Bei den Vernehmungen erzählt jeder seine eigene Geschichte, aber nur eine ist wahr. Wenn überhaupt…

Ort: Lükaz - Lüner Kultur- und Aktionszentrum, Kurt-Schumacher-Straße 40-42, 44532 Lünen

VVK:  16,90 € / 14,90 € – AK: 21,00 € / 19,00 €
Karten: Vorverkauf beim LÜKAZ, Servicebüro des Kulturbüros (nur Barzahlung möglich!), i-Punkt Unna (02303) 10 37 77, Westf. Literaturbüro in Unna e.V. (02303) 96 38 50 und auf www.mordamhellweg.de.