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Entwicklung des Campus Lünen-Süd

Unter der Entwicklung des Campus Lünen-Süd werden alle Maßnahmen der nächsten Jahre gefasst, mit denen das Areal an der Dammwiese baulich aufgewertet wird. Ziel ist es nicht nur der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, sondern dem gesamten Stadtteil Lünen-Süd eine modernisierte und bessere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Daneben wird unter der Entwicklung eines Campus aber auch verstanden, dass sich in Lünen-Süd ein Verbund von Trägern von Angeboten des Bildungs-, des Weiterbildungs- sowie des Freizeitbereichs bildet.

Wie in der Kartendarstellung im Plakat zu erkennen ist, handelt es sich um ein großes Entwicklungsvorhaben, das zahlreiche unterschiedliche Bauprojekte umfasst. Insgesamt ist es ein mehrjähriges Gesamtprojekt mit einem hohen Koordinationsaufwand. Beteiligt sind verschiedene Abteilungen und Betriebe der Stadt Lünen. Die einzelnen Bauvorhaben haben unterschiedliche Zeithorizonte. Für einzelne Bauvorhaben können Fördermittel erschlossen werden.

Abrissarbeiten

Bauvorbereitend erfolgen Abrissarbeiten um Flächen für eine Neubebauung zu räumen. Der ehemalige Schultrakt D („D-Trakt“) wurde als erstes abgerissen, die Arbeiten starteten in den Osterferien 2019. In den Sommerferien 2019 wurde die ehemalige Schwimm- und Ringerhalle abgerissen.

Der Abriss der alten Sporthalle ist für 2021, nach Fertigstellung der neuen Sporthalle, geplant.  

Neugestaltung Halde Victoria III/IV

Die sogenannte Steinhalde wird neugestaltet: Die Wegeführung wurde bis Ende 2018 bereits umfassend ergänzt und aufgewertet. Mit einem zweiten Bauabschnitt, der Ende 2019 startet, werden auf dem Haldenplateau ein Geschicklichkeitsrundkurs für Mountainbiker, Ruhezonen zum Erholen und ein Fitnessaufstieg für Sportbegeisterte gebaut. Die Neugestaltung der Halde erfolgt mit Mitteln des Förderprogramms Soziale Stadt Gahmen.

Energetische Sanierung und barrierefreier Umbau des Hauptgebäudes

Dieses Projekt umfasst die Sanierung des Hauptgebäudes. Es handelt sich um die energetische Sanierung und den barrierefreien Umbau mit einer finanziellen Größenordnung von ca. sechs Millionen Euro. Das Bauvorhaben soll bis Ende 2021 abgeschlossen werden. Dieses Projekt wird zu 80% mit Städtebaufördermitteln finanziert.

Bau einer neuen 4-Feld-Sporthalle

Der Bau einer neuen 4-Feld-Sporthalle ist bis Ende 2020 geplant. Aktuell laufen die Planungen, der Bauantrag soll in Kürze gestellt werden. Der Bau der Halle erfolgt mit städtischen Mitteln. Die Ringer des VfK Lünen nutzen die Halle mit. Dem VfB Lünen und dem Sportplatz Dammwiese werden mit der Halle neue Umkleide- und Sanitärbereiche zur Verfügung gestellt.

Bildquelle: Kreis Unna - Vermessung und Kataster, CC BY-NC-SA 4.0

Bau neuer Musikräume

Dem Areal bzw. der Schule sollen weiterhin neue Musikräume zur Verfügung gestellt werden. Dieses Bauprojekt wird eines der letzten Bauprojekte auf dem Areal sein. Die Realisierung ist zeitlich noch nicht verordnet und auch die Standortsuche für das Gebäude ist noch nicht abgeschlossen.

Öffnung und Aufwertung des Schulhofs

Die Neugestaltung des Schulhofs erfolgt nach Abschluss aller Hochbaumaßnahmen. Dabei ist nicht nur die Aufwertung des Schulhofs geplant, sondern auch eine Öffnung durch die Demontage von Umzäunungen, sodass die neuen Spiel- und Aufenthaltsflächen nicht nur den Schülern der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, sondern außerhalb der Schulzeiten dem gesamten Stadtteil Lünen-Süd zur Verfügung stehen werden.

Damit die Aufwertung des Gesamtareals abgestimmt und im Sinne der Stadtteilentwicklung Lünen-Süd erfolgt, wird bis Ende 2019 eine Masterplanung des Gesamtareals durchgeführt. Diese wird übergeordnete Planungsinhalte wie Erschließung, Stellplätze, Entwässerungsplanung oder Schulhofgestaltung behandeln und abstimmen. Bei dieser Planung werden die Lünen-Süder Bürger eingebunden.

Darüber hinaus wird es parallel zu der baulichen Entwicklung des Areals einen gemeinsamen Entwicklungsprozess zur Nutzung des Campus Lünen-Süd geben. In diesem wird erarbeitet, wie die neuen baulichen Anlagen vom Stadtteil Lünen-Süd bzw. den unterschiedlichen örtlichen Vereinen und Initiativen genutzt werden sollen.

Die zahlreichen Bauvorhaben auf dem Gelände sind bzw. werden in Zukunft mit Einschränkungen und Beeinträchtigungen wie z.B. Baulärm verbunden sein. Dabei wird versucht diese möglichst gering zu halten. Beispielsweise wurden die bisherigen Abrisstätigkeiten in Ferienzeiten durchgeführt, um negative Auswirkungen auf den Schulbetrieb zu vermeiden.

Durch die Bautätigkeiten können Gebäude in bestimmten Zeiträumen nicht genutzt werden. Bereits aktuell nutzen die Ringer des VfK Lünen ersatz- und übergangsweise die Turnhalle auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Gerhard-Schule. Auch die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule nutzt bereits seit längerer Zeit Räumlichkeiten in der alten Overbergschule an der Jägerstraße als Musikräume.

Neben dieser baulichen Entwicklung des Campus Lünen-Süds muss der Campus auch im Sinne einer Nutzergemeinschaft und eines Bildungsnetzwerks entwickelt werden. Im Moment nutzen bereits unterschiedliche Akteure die Schulinfrastruktur sowie eigene Anlagen auf dem Areal Dammwiese. Dazu gehören etwa Sportvereine wie der VfB 08 Lünen-Süd oder der VfK Lünen-Süd, die Senioreninitiative Zwischen Arbeit und Ruhestand (ZWAR), die AWO, die VHS Lünen oder natürlich die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Mit der beschriebenen baulichen Aufwertung steigen auch die Nutzungsmöglichkeiten auf dem Areal. Daher wird mit den aktuellen und zukünftigen Nutzern entwickelt werden, wie insbesondere die Schulinfrastruktur gemeinsam genutzt werden kann. Dazu gehören etwa Antworten auf die Fragen:

  • wie schulische und außerschulische Nutzungen in den Gebäuden verteilt und koordiniert werden (Raummanagement),
  • wie der Komplex verwaltet wird und ob es beispielsweise ein Gremium gegründet muss, indem die Nutzer wichtige Fragen besprechen können (Organisationsstruktur)
  • mit einem Beschilderungssystem die Übersicht über die unterschiedlichen des Geländes verbessert werden kann (Orientierung)

Dieser wichtige Konzeptions- und Diskussionsprozess wird voraussichtlich Anfang 2020 gestartet.

Ein aktueller Stand des Projekts wird regelmäßig Thema beim Runden Tisch vorgestellt. Lünen-Süder Bürger sprechen dort die Themen an, die ihnen wichtig sind oder die sie kritisch sehen.  Bei der letzten Sitzung des Runden Tischs Ende Februar 2019, waren dies z.B. Nutzungswünsche der Schulinfrastruktur durch Stadtteilinitiativen oder die Verbesserung der Parksituation an dem Areal an. Auch bei den der nächsten Sitzung des Runden Tischs bzw. den nächsten Sitzungen des Runden Tischs word das Projekt auf der Tagesordnung des Runden Tischs stehen und diskutiert werden.

Alle kommenden Workshops und Beteiligungsveranstaltungen, etwa zum zweiten Bauabschnitt des Halde Victoria III/IV oder zur Masterplanung des Gesamtareals werden über die Homepage des Stadtteilbüros www.mein-luenen-sued.de und über Aushänge im Stadtteil angekündigt.