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Entwicklung des Haldenplateaus Halde Viktoria III/IV

Die Halde Viktoria wird im Rahmen eines mehrjährigen Aufwertungsvorhabens zu einem wohnortnahen Naherholungsbereich entwickelt. Nach Beteiligungsveranstaltungen mit Bürgern in den Vorjahren wurde bis Ende 2018 in einem ersten Bauabschnitt die Erschließung verbessert. Es wurde ein neuer asphaltierter Aufgang vom Parkplatz an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule sowie ein Schneisenweg, der Fußgänger durch den Wald vom Südende des Haldenplateaus zur zentral gelegenen Wiese führt, angelegt. Darüber hinaus sind zwei „Ruhepunkte“ am Haldensüdende mit neuen Bänken und Sichtschneisen hergestellt worden, die Ausblicke in die Umgebung ermöglichen. 

Die gemeinsam entwickelte Gestaltung des Haldenplateaus wird in einem zweiten Bauabschnitt 2020 umgesetzt. Auf dem Plateau sind Anlagen für Mountainbiker und ein Fitnessaufstieg geplant.

Ende September 2019 fand ein weiterer Workshop unter der Leitung von Streckenplaner Konrad Willar zur Detailgestaltung der Mountainbike-Anlagen auf der Halde Viktoria III/IV statt. Bei den Anlagen handelt es sich um einen Pumptrack, eine Dirtline- und eine Single-Trail-Abfahrt. 

  • Der Pumptrack (schwarz dargestellt) ist ein Rundkurs den man möglichst ohne zu trampeln nur mit Hilfe von Gewichtsverlagerung auf dem Rad bewältigt. Die Asphaltdecke ist mit Wellen und weiteren Elementen wie Steilwandkurven oder Sprüngen versehen. Der Kurs kann in beide Richtungen gefahren werden, da er in flachem Gelände gebaut wird. Ein Pumptrack kann mit jedem Rad gefahren werden.
  • Die Dirtline (grau+braun dargestellt) entsteht neben dem Pumptrack auf dem Haldeplateau. Kurven, Hügel oder Sprungschanzen, die mithilfe von Spezialerde gebaut und immer wieder verändert werden können, bieten Fahrspaß für alle.
  • Der Single-Trail (lila dargestellt) führt als separate Abfahrt den Hang der Halde herunter. 

 

Diese Trendsport-Anlagen haben die Beteiligten in den letzten Jahren als gute Möglichkeit zur Bewegungsförderung bei Jugendlichen im Lüner-Süden und in Gahmen identifiziert.

Bei der Veranstaltung Ende September wurde die Halde von allen Teilnehmern besichtigt und anschließend im Käthe-Forum der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gemeinsam diskutiert. Die Teilnehmer des Workshops wünschten sich, dass die Anlagen Fahrspaß für alle bieten sollten. Damit war vor allem gemeint, dass die Anlagen für Anfänger wie Fortgeschrittene geeignet sein sollten. Beim Pumptrack sollte aber auch wenn möglich ein abgetrennter Bereich für Kinder hergestellt werden. Es sollte auch gewährleistet werden, dass eine Nutzung der Anlage durch andere Nutzer als Radfahrer wie Skater oder Scooter-Fahrer möglich und attraktiv ist. 
Bei der Dirtline wird über Parallelstrecken gewährleistet, dass Anfänger Streckenabschnitte mit hohem Anforderungsniveau umfahren können. Ferner wurde besprochen, wie bei der Gestaltung dieser Anlage Nutzungskonflikten vorgebeugt werden muss. Hier stand das Ende des Singletrails im Fokus, das sich im Bereich der Parkplätze am Karl-Kiem-Weg befindet. 

Nach der Abstimmung der Planungen im September-Workshop wurden die Ergebnisse nun in die Pläne eingearbeitet. Der Bau wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen sein. Die Entwicklung der Halde wird mit Städtebaufördermitteln des Programms Soziale Stadt Gahmen und Zukunft Stadtgrün umgesetzt.

 

Ansprechpartnerin: 


Carolin Lüke

Stadt Lünen

carolin.lueke.41@luenen.de

02306 104-1579