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Ein bedeutender Entwicklungsbereich im Rahmen der Stadtteilentwicklung ist der im Osten gelegene Bahnhof Preußen. Der Einzugsbereich des Bahnhofs Preußen umfasst ca. 50 % des Lüner Stadtgebiets und sogar Teile der angrenzenden Städte Bergkamen (u.a. Oberaden) und Dortmund (u.a. Derne und Lanstrop). Im Rahmen des ÖPNV-Förderprojekts „Modernisierungsoffensive II“ wurde der Bahnhof zwischen 2014 und 2017 vollständig erneuert. Neben dem Eingangsgebäude wurden der Personentunnel sowie die Bahnsteige, vor allem auch barrierefrei, modernisiert.

Der Bahnhof ist von den Ortsteilen Lünen-Süd und Gahmen nur über die südlich und nördlich gelegenen Unterführungen erreichbar. Für Fußgänger und Radfahrer sind die Wege zum Bahnhof damit unnötig lang und v.a. im Bereich der alten Unterführung (südliche Unterführung) gefährlich. Es fehlt eine direkte Anbindung an die Bebelstraße. Im Jahr 2013 ist dann im Rahmen des beginnenden Stadtteilentwicklungsprozesses für Lünen-Süd die Idee eines Personentunneldurchstichs in Richtung Bebelstraße geboren worden. Eine erste Entwurfsskizze (s. Abb.) wurde vom Büro Weiss + Wessel erarbeitet. Der Entwurf sieht vor, die bestehende Verlängerung des Personentunnels (ehem. Zugang zum alten Bahnsteig 2) zu reaktivieren und zu modernisieren. Auf der Westseite wird dann in Richtung Bebelstraße der Bahndamm entsprechend abgetragen. Der geplante Westzgang soll das neue Gesamterscheinungsbild des Bahnhofsumfelds und die Erreichbarkeit des Bahnsteigs ergänzen bzw. verbessern und kann darüber hinaus als Impuls weitere städtebauliche Entwicklungen anstoßen.

Im Jahr 2016 wurde dann mit finanzieller Unterstützung des Zweckverbands Ruhr-Lippe (ZRL; 100 % Förderung) die Machbarkeit des Tunnelbauwerks im Rahmen einer Studie abgeprüft. In Abstimmung mit dem ZRL wurde dann vereinbart auf Basis der Machbarkeitsstudie in die Planungen zum Tunneldurchstich einzusteigen (ebenfalls 100 % Förderung), um vor allem auch die in der Studie dargelegten Unwägbarkeiten zu klären und eine aussagekräftige Vorplanung mit Kostenschätzung zu erhalten. Im Jahr 2019 wurden dann Vorplanungen durch die DB Engineering & Consulting (DB E & C) erarbeitet.

In Gesprächen mit dem ZRL wurde deutlich, dass eine Förderung des Westzugangs (bis zu 100 %) grundsätzlich möglich. Dafür hat sich Ende 2019 auch die Verbandsversammlung des ZRL stark gemacht. In 2020 sollen die Planungen weiter fortgesetzt werden, um insbesondere eine tatsächliche Umsetzbarkeit, v.a. auf Basis einer Kostenberechnung, zu eruieren. Die anstehenden Pla-nungen werden zu 100 % vom ZRL gefördert.

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