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Das Projekt des „Campus Lünen-Süd“ muss aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Zum einen werden unter diesem Projektnamen diverse bauliche Veränderungen auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und im direkten Umfeld zusammengefasst. Dazu zählen diverse Abrissmaßnahmen (Abriss ehem. D-Trakt, Abriss Ringer- und Schwimmhalle, Abriss alte Sporthalle Dammwiese), Neubaumaßnahmen (Neubau Sporthalle Dammwiese, Neubau Musikinsel, Neubau Kindertagesstätte) sowie die energetische Sanierung und der barrierefreie Umbau des Hauptgebäudes und die Entwicklung der Freiflächen (Neugestaltung Halde Victoria III/IV, Schulhof, sonstige Freiflächen).

Zum anderen wird unter dem Begriff „Campus Lünen-Süd“ ein Netzwerk aus diversen Akteuren und Nutzergruppen verstanden, die neben der Schule (als Hauptnutzer) die baulichen Infrastruk-turen auf dem Gelände gemeinsam nutzen. Dabei soll auch eine „Brücke“ zu den Infrastrukturen und Akteuren bzw. Nutzern (bspw. Haltestelle Lünen-Süd oder Kirchengemeinden) auf der Jägerstraße geschlagen werden.

Ziel des Campus Lünen-Süd ist die Entwicklung und Verfestigung eines Netzwerks zur intensiven, bedarfsgerechten und abgestimmten außerschulischen Nutzung vorhandener (teilweise modernisierter) und neuer Infrastrukturen, v.a. auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule.

Aufgrund der großen Anzahl an Räumlichkeiten und der Verfügbarkeit unterschiedlichster Raumarten bieten insbesondere die Schulgebäude ein hohes Potenzial für diverse Nutzungen. Die Gebäude verfügen etwa über Klassenräume, Fachräume aus den Bereichen Musik, Hauswirtschaft, Chemie, Physik sowie Werkräume, eine Fahrradwerkstatt, ein Café und eine Aula (Käthe-Forum). Hinzu kommen auf dem Gelände weitere Gebäude wie eine Mensa, die zukünftige Vierfach-Sporthalle oder die zukünftige Musikinsel. Neben den schulischen Infrastrukturen gibt es im direkten Umfeld noch die Halde Victoria III/IV, die aktuell für Freizeitnutzungen umgestaltet wird, sowie den Sportplatz des VfB Lünen, die Reitanlage für das therapeutische Reiten der AWO oder den Verkehrsübungsplatz.

Nicht zuletzt aufgrund der Nutzungsvielfalt besteht daher ein großes Potenzial, schulexternen Akteuren aus dem Stadtteil und der Stadt Räume zur Verfügung zu stellen. Bereits heute werden Räumlichkeiten im Schulgebäude von Nutzern aus dem nicht-schulischen Bereich genutzt (bspw. VHS Lünen, Senioreninitiative ZwAR). In Lünen-Süd (v.a. entlang der Jägerstraße) bzw. Lünen gibt es zahlreiche Institutionen, die gute Anknüpfungspunkte für die Campusentwicklung darstellen. V.a. auch die Jägerstraße als Entwicklungsschwerpunkt der Stadtteilentwicklung soll vom Campus Lünen-Süd profitieren. Dabei ist es selbstverständlich nicht das Ziel, alle Angebote im Bereich der Jägerstraße auf das Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule zu verlagern; es geht vielmehr darum, bspw. diese beiden Standorte miteinander zu verknüpfen und ihre jeweiligen Stärken entsprechend zu entwickeln. Das Netzwerk des „Campus Lünen-Süd“ ist nicht auf das Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule beschränkt.

Von Anfang 2020 bis Frühjahr 2021 wurde ein Nutzungskonzept für den Campus Lünen-Süd erarbeitet. Mit den verschiedenen Nutzern und Akteuren (wie z.B. der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, der VHS, der Musikschule, Initiativen aus dem Stadtteil Lünen-Süd, der Stadt Lünen, etc.) wurde vorbereitet, wie die neue Gebäudeinfrastruktur gemeinsam genutzt werden soll. Der Prozess wurde durch das Planungsbüro steg NRW begleitet. Die bisherigen Ergebnisse stehen zum Download bereit.

Tim Jürgens