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Machbarkeitsstudie ehemalige Schulgebäude

Im Stadtteil Lünen-Süd stehen aktuell bzw. mittelfristig mit der ehem. Overbergschule und der Paul-Gerhardt-Schule zwei ehemalige Schulgebäude leer. Bei der ehem. Pestalozzi-Schule, die derzeit vom Multikulturellen Forum e. V. genutzt wird, ist unklar, wie lange die derzeitige Nutzung noch bestehen bleibt. Daher fehlen bislang für alle drei Gebäude langfristige Nutzungsperspektiven, die den Erhalt der teilweise architektonisch wertvollen und stadtbildprägenden Gebäude sichern.

Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie wurden daher die ehem. Overberg-, ehem. Paul-Gerhardt- und ehem. Pestalozzi-Schule einer baulichen Betrachtung unterzogen. Da die Kielhornschule langfristig als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, ist sie nicht Bestandteil dieser Studie.

Mit der Studie sollte u. a. geprüft werden, in welchem baulichen Zustand sie sich befinden, wie ihre Lage und ihr Umfeld zu beurteilen sind, wie groß das Raumangebot ist und welche möglichen Nutzungen für eine zukünftige Entwicklung in Frage kommen.  Von großer Bedeutung war dabei die Berücksichtigung des im Stadtteil und in den Nachbarstadtteilen vorhandenen Raumangebots sowie die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Initiativen, Einrichtungen und Vereine aus dem Stadtteil. Nur so konnte der Bedarf für eine mögliche Gemeinbedarfseinrichtung im Stadtteil realistisch eingeschätzt und wirtschaftlich tragfähige Betriebsmodelle entwickelt werden. Im Rahmen der Studie wurden Perspektiven für alle drei Gebäude herausgearbeitet, mögliche Trägerstrukturen entwickelt und notwendige Umbaukosten ermittelt.

Die Studie wurde durch ein Dortmunder Architekturbüro vergeben, das im November 2017 mit der Bestandsaufnahme der drei Gebäude gestartete. Anfang 2018 wurden auf Basis dieser Bestandsaufnahme durch das Büro die Raumbedarfe im Stadtteil und darüber hinaus ermittelt. Basierend von Ansätzen von Akteuren und Bürgern aus dem Stadtteil führte das Büro zahlreiche Gespräche mit verschiedenen Akteuren (etwa FabLab e.V., Bauverein zu Lünen, WBG Lünen, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Unna, Caritasverband Lünen-Selm-Werne e.V.), um Entwicklungsperspektiven für die Gebäude zu finden.
Vorgestellt wurde dann ein Studienentwurf beim Runden Tisch in Lünen-Süd am 20. Juni 2018. Die finale Studie wurde in der zweiten Jahreshälfte 2018 veröffentlicht und bilden die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Standorte.