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Vom 05.02.2018 | Hinweise der Stadtverwaltung und der Feuerwehr Lünen: Richtiges Verhalten bei Stromausfällen

Abbildung: Sicherungskasten | Quelle: www.pixabay.com

Die Stromversorgung in Deutschland zählt europaweit zu den sichersten. In Deutschland treten vergleichsweise selten Stromausfälle auf und dies obwohl fast täglich Anlagen des Stromnetzes z.B. durch Tiefbauarbeiten beschädigt werden. Diese, meist lokal begrenzten, Stromausfälle können durch Schaltmaßnahmen der Netzbetreiber in wenigen Minuten kompensiert werden. Kommt es zu einem längeren Stromausfall, fallen schlagartig alle strombetriebenen Anlagen aus, die nicht an Notstromanlagen angeschlossen oder batteriebetrieben sind.

Besonders abhängig vom Strom sind die Kommunikationsnetze. Telefonfestnetze und Mobilfunknetze stehen zum Teil nicht mehr zur Verfügung. Im Bereich der häuslichen Pflege können Hilfsgeräte, wie z.B. Beatmungsgeräte, ausfallen. Ein längerer Stromausfall hat erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Gesellschaft. Aufgrund des Stromausfalles am vergangenen Wochenende informiert die Feuerwehr Lünen, angelehnt an die Informationsbroschüre "Stromausfall - Vorsorge und Selbsthilfe" des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Verhaltensregeln:
Wenn Sie ein paar einfache Verhaltensregeln beachten, dann stellen die meisten Stromausfälle bei uns kein größeres Problem dar. Ganz besonders dann, wenn man sich schon im Vorhinein auf eine solche Ausnahmesituation vorbereitet.

  • Als erstes gilt: Ruhe bewahren.
  • Immer genügend Kerzen, Streichhölzer, Batterien und Taschenlampen im Haus haben. Taschenlampen am besten mit Kurbel oder Solar, um Sie einfach aufzuladen.
  • Ein Stromausfall ist KEIN Notfall. Melden Sie diesen daher auch NICHT unter den Notfallnummern für Feuerwehr, Rettung oder Polizei. Diese Behörden können im Normalfall auch nichts über Art oder Dauer einer Störung sagen.
  • Machen Sie sich ein Bild über den Umfang des Stromausfalls. Ist der Strom nur bei Ihnen in der Wohnung oder im Haus ausgefallen? Überprüfen Sie den Sicherungskasten und fragen Sie die Nachbarn. Ein Blick aus dem Fenster zeigt vielleicht, ob die Stromstörung großflächiger ist.
  • Schalten Sie alle Elektrogeräte aus, die eine Gefahr darstellen könnten, wenn der Strom wiederkommt, z. B. Herdplatten, Werkzeuge, Mixer, Bügeleisen.
  • Auch empfindliche Geräte (Fernseher, PC, etc.) sollten abgeschaltet werden, da es beim Wiederherstellen der Stromversorgung zu Spannungsspitzen kommen kann, die diese Geräte unter Umständen beschädigen könnten.
  • Lassen Sie Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen. Bei den meisten Geräten ist auch ein mehrstündiger Stromausfall kein Problem, wenn sie geschlossen bleiben.
  • Wenn Sie einen großflächigeren Stromausfall feststellen, dann benutzen Sie ein batteriebetriebenes Radio (oder alternativ das Autoradio), um eventuell weitere Informationen über die Art und Dauer der Störung zu erhalten.
  • Wenn Sie ein Smartphone besitzen und dessen Akku noch voll ist, dann können Sie die Störungs-Website Ihres Stromanbieters aufrufen, die Sie gespeichert haben sollten.
  • Falls Sie Hinweise geben können, um die Fehlerstelle zu orten oder sonstige zweckdienliche Informationen zur Störung besitzen, dann rufen Sie die Hotline Ihres Stromanbieters an.
  • Sollten Sie z. B. nach einem Unwetter herabhängende Stromleitungen entdecken, so halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 30 Metern ein und warnen Sie andere davor, sich der Stelle zu nähern. Melden Sie diese Defekte auf jeden Fall bei Ihrem Stromversorger.
  • Warme Sachen bereithalten, um den Ausfall der Heizung zu kompensieren.
  • Brennstoff vorrätig halten, falls Sie einen Kamin oder Ofen besitzen.
  • Kleine Mahlzeiten können auf Campingkochern zubereitet werden.
  • Bargeldreserve im Haus bereithalten, da ohne Strom die Automaten nicht mehr arbeiten.
  • Wer ein strombetriebenes Beatmungsgerät nutzt, sollte hierfür immer vollgeladene Notfall-Akkus bereithalten.

Darüber hinaus sollte es selbstverständlich sein, anderen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen.

Hilfreich können außerdem die folgenden Warn-Apps sein:

  • Warnwetter (vom Deutschen Wetterdienst)
  • Nina (vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK))
  • Katwarn (vom Frauenhofer Institut)

Die Informationsbroschüre "Stromausfall - Vorsorge und Selbsthilfe" kann auf der Seite des BBK www.bbk.bund.de heruntergeladen werden.

Für weitere Informationen stehen Ihnen Ordnungsbehörde und Feuerwehr zur Verfügung.

(Abbildung: Sicherungskasten | Quelle: www.pixabay.com)

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