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Biologische Vielfalt: EU-Regeln zu invasiven Arten zeigen Wirkung

Die Europäische Kommission hat am 13.10.2021 den ersten Bericht über die Anwendung der Verordnung über invasive gebietsfremde Arten veröffentlicht. Diese zielt darauf ab, die Bedrohung einheimischer Tiere und Pflanzen zu minimieren. Auch wenn es noch immer Handlungsbedarf gibt, haben sich demnach die Präventions- und Managementmaßnahmen, der Informationsaustausch und das Problembewusstsein verbessert.
Die Auswertung von Daten aus den Jahren 2015 bis 2019 zeigt, dass die Mitgliedstaaten häufig wirksame Maßnahmen ergriffen haben, um die absichtliche oder unabsichtliche Einschleppung bedenklicher invasiver gebietsfremder Arten in die EU zu verhindern. Dennoch zeigt der Bericht auch, dass es weiterhin zahlreiche Herausforderungen und verbesserungswürdige Bereiche gibt. So fehlt es in einigen Mitgliedstaaten an finanziellen und verwaltungstechnischen Kapazitäten zur Umsetzung der EU-Regeln.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission zu invasiven Arten

World Cleanup Day 2021 | 18.09.2021

Am 18. September findet der World Cleanup Day 2021 (Welt-Putz-Tag) statt, die größte Bottom-Up-Bürger:innenbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung durch Müll. Um ein Zeichen gegen die Vermüllung der Umwelt insbesondere mit Kunstoffeinwegprodukten zu setzen, säubern während des jährlichen World Cleanup Days Millionen von Menschen in 180 Ländern Straßen, Parks, Strände, Wälder, Flüsse, Flussufer und die Meere von achtlos beseitigtem Abfall.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite von World CleanUp Day.

Umwelt & Bekleidung | Das Umweltbundesamt informiert

Kleider machen bekanntlich Leute, doch die Herstellung von Textilien hat ökologische und soziale Auswirkungen. ⁠Pestizide⁠, die beim Anbau der Baumwolle eingesetzt werden, Chemikalien für die Weiterverarbeitung und CO2, das durch den Energieeinsatz entsteht, belasten die Umwelt. Hinzu kommt, dass in manchen Produktionsländern unter unsozialen Arbeitsbedingungen gearbeitet wird (viele Überstunden, geringe Löhne, keine gewerkschaftliche Organisation). Mit den Tipps des Umweltbundesamt können Sie dazu beitragen, den Missständen entgegenzuwirken, die Umwelt weniger zu belasten.

Was bringen Zertifizierungen und Siegel?

Dazu das Umweltbundeamt: "Wer beim Kauf von Kleidung auf empfohlene und unabhängige Siegel achtet, trägt dazu bei, dass höhere Löhne gezahlt werden und die Umwelt weniger belastet wird. Leider ist gerade der Siegelmarkt für Kleidung (noch) sehr unübersichtlich. Ein erster und relativ einfacher Schritt ist deshalb, bei Baumwolltextilien auf Bio-Qualität zu achten. Kleidung aus Bio-Baumwolle gibt es in modischer Vielfalt und in (fast) allen Preiskategorien. Sie sind inzwischen nicht nur bei Spezialanbietern, sondern auch in großen Textilhandelsunternehmen erhältlich. Meist werden sie mit hauseigenen Labeln gekennzeichnet und beworben. Auf dem Waschzettel sollte „aus x % biologisch angebauter Baumwolle hergestellt“ vermerkt sein.

Des Weiteren sollten Sie Kleidung kaufen, die mit einem empfehlenswerten Siegel gekennzeichnet ist. Das Informationsportal Siegelklarheit bewertet die Siegel auf ihre Glaubwürdigkeit, Umweltfreundlichkeit sowie Sozialverträglichkeit."

Unter anderem werden folgende Siegel bewertet:

Alle Informationen rund um umweltschonende Bekleidung sowie Tipps und Tricks erhalten Sie auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

Neues UN-Berichtssystem macht Beitrag der Natur zur Wirtschaft sichtbar

Die Vereinten Nationen haben sich am 11.03.2021 auf einen neuen statistischen Rahmen geeinigt, der die Leistungen der Natur, also die Beiträge von Wäldern, Ozeanen und anderen Ökosystemen, bei der Berechnung der Wirtschafsleistung besser berücksichtigen wird. Die Europäische Kommission hatte die UN bei der Entwicklung des neuen Systems mit Beiträgen aus Wissenschaft, Statistik und Politik unterstützt. Der Exekutivvizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans sagte: „Um die Klima- und Biodiversitätskrisen zu bewältigen, müssen wir unser Wirtschaftsmodell umgestalten. Dieser neue statistische Rahmen geht über das BIP hinaus und berücksichtigt Biodiversität und Ökosysteme besser in der nationalen Wirtschaftsplanung. Das ist eine wichtige Entwicklung, um die Art und Weise zu verändern, wie wir über Wohlstand denken.“
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.

Neues EU-Energielabel für Kühl- und Gefrierschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernseher

Seit März 2021 gilt in allen Geschäften und Online-Verkaufsstellen eine neue Version des bekannten EU-Energielabels. Die neuen Label kommen zunächst für vier Produktkategorien zur Anwendung: Kühlschränke und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernsehgeräte (sowie andere externe Bildschirme). Die wichtigste Änderung besteht darin, zu einer einfacheren Skala von A bis G zurückzukehren. Zuletzt wurden immer mehr Produkte in die Energieeffizienzklasse A+, A++ oder A+++ eingeordnet. Das EU-Energielabel hilft den Verbraucherinnen und Verbrauchern in der EU dabei, ihre Energiekosten und ihren CO2-Fußabdruck zu verringern.
Näheres finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.

2021: Europäisches Jahr der Schiene

Die EU-Institutionen haben 2021 zum Europäischen Jahr der Schiene erklärt. Ziel des Europäischen Jahrs der Schiene ist es, den Schienenverkehr als nachhaltiges Verkehrsmittel zu stärken und so einen Beitrag zu den EU-Klimazielen zu leisten. Eine offizielle Auftaktveranstaltung ist für den 29. März 2021 angekündigt. Die EU-Kommission hat zur Bündelung der geplanten Aktivitäten und Kommunikationsmaßnahmen eine neue Onlineplattform eingerichtet.
Weitere Informationen zum europäischen Jahr der Schiene finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.
Die Heinrich Böll Stiftung hat darüber hinaus den Europäischen Mobilitätsatlas 2021 veröffentlicht. Der Mobilitätsatlas gibt einen Überblick über die aktuelle Mobilitätslandschaft in der EU. Im Zentrum der Veröffentlichung stehen Aspekte wie die wirksame Senkung verkehrsbedingter Emissionen, die bessere Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern oder nachhaltige Arbeitsplätze und Innovationen im Verkehrssektor.

EU-Kommission stellt neue Strategie für die Anpassung an den Klimawandel vor

Der Klimawandel führt zu unvermeidbaren Folgen - von Hitzewellen und Dürren bis hin zu Waldschäden und durch den Anstieg des Meeresspiegels erodierten Küsten. Auch wirtschaftliche Verluste infolge häufigerer klimabedingter Wetterextreme nehmen zu. Allein in der EU betragen diese Verluste im Schnitt bereits mehr als 12 Mrd. Euro pro Jahr. Die EU-Kommission hat am Mittwoch, 24.02.2021, eine Strategie vorgelegt, um sich besser gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Intelligentere, raschere und systemischere Anpassungsmaßnahmen an die Heruasforderungen des Klimawandels und ein verstärktes Arbeiten auf internationaler Ebene sollen eine zentrale Rolle spielen.
In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission auch die zentrale Wissensplattform für Klimaanpassung Climate-ADAPT weiter ausgebaut. Dort finden Sie Datenbanken, Länderprofile, Fallstudien und Maßnahmen der EU zum Thema Anpassung an den Klimawandel.
Näheres finden Sie in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission.